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Bauhaus-Ensemble Bundesschule Bernau,
Meyer-Wittwer-Bau, Turnsaal
28. April 2012, 20 Uhr
Francesco Tristano
piano 2.0 – von bach zum beat
Pianist, Komponist und Produzent, ist ein Jahrhunderttalent, ein Künstler, dem jegliche Einordnung seiner Person oder seiner Musik zu eng ist. Auf der Website der Hamburger Symphoniker, bei denen er für die Spielzeit 2010/11 „Artist in Residence“ ist, beschreibt man ihn so: „Als atypische Persönlichkeit am Klavier, virtuos, mutig und mit einer unvergleichlichen Technik, zeigt sich Francesco Tristano Schlimé als eines der besten Talente der jungen Generation; die Tiefe, die Offenheit und die Reife seiner musikalischen Persönlichkeit erlauben es ihm, mit meisterhafter Leichtigkeit alle Stilrichtungen zu beherrschen.“
Tristano ist 1981 geboren und in Luxemburg aufgewachsen. Mit 5 Jahren begann er Klavier zu spielen, gab mit 13 Jahren sein erstes Konzert mit eigenen Kompositionen. Er ist Absolvent der Juilliard School und debütierte im Jahr 2000 mit dem Russischen Nationalorchester, mit dem er Sergei Prokofjews Klavierkonzert Nr. 5 und Maurice Ravels Klavierkonzert einspielte. Später tourte er mit dem Französischen Nationalorchester Lille, dem Orchestre Philharmonique du Luxembourg und anderen.
Aber das ist nur eine seiner musikalischen Seiten. Tristano ist ebenso ein passionierter DJ und Techno-Experte. Francesco liebt es mit seiner Musik Grenzen zu durchbrechen, scheinbar Unvereinbares zusammenzufügen. Da trifft J. S. Bach John Cage und auf Debussy wird mit Technobeats improvisiert. Letztendlich wird alles zur faszinierenden Musik von Tristano.
„Ich ziehe einen großen Bogen vor. Man kommt hinein, wird geführt, eigentlich manipuliert. Ein gutes Piano-Recital ist wie ein DJ-Set“ – beschreibt Francesco Tristano seine Performance.
Dieser ungewöhnliche Künstler soll die Siebenklang-Besucher an einen geschichtsträchtigen Ort der Moderne führen. Die 1927-1930 vom Direktor des Dessauer Bauhauses Hannes Meyer konzipierte und gemeinsam mit Hans Wittwer erbaute Bundesschule des Allgemeinen Deutschen Gewerkschaftsbundes gehört zu den bedeutendsten erhaltenen Bauensemblen der Moderne. Die sehr sachliche und funktionelle Architektur des früheren Turnsaales, der vor allem von den einzigartigen Fensterlösungen geprägt wird, wird erstmalig als Konzertstätte umfunktioniert. Wenn Francesco auf dem dem Grand Piano, auf Keyboards und Laptop musiziert, trifft Zukunft auf Moderne. Die Besucher werden vom Zusammenspiel von Klang und Architektur beeindruckt sein.
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