Liebe Siebenklang-Freunde,

die Kultur bekommt wieder Aufwind! Die aktuellen Entwicklungen versprechen (zumindest) für den Sommer doch wieder ein gutes Maß an gesellschaftlicher Normalität. Die für den August gültige Corona-Verordnung des Landes Brandenburg schafft Klarheit für unsere Open-Air-Konzerte im Bernauer Stadtpark.

Einlass für die immer 19.30 Uhr beginnenden Konzerte ist jeweils ab ca. 18.15 Uhr.

Es gelten weiterhin die Abstands- und Hygiene-Regeln. Die Maske ist bitte beim Betreten des WC-Wagens zu tragen. Getränke und Speisen können Sie unter Einhaltung der Abstandsregeln an den Food-Trucks erwerben.

Bei den Konzerten mit Ulrich Tukur (23.8.) und Milow (27.8.) erfolgt der Einlass nur mit einem 3-G-Nachweis. Dies schreibt die Verordnung ab 750 Gästen vor.
Das bedeutet, wir kontrollieren ob Sie geimpft bzw. genesen sind. Alternativ erhalten Sie mit einem zertifizierten Antigen-Schnelltest (24 Stunden) Zugang zur Konzertstätte. Es gibt mehrere Testcenter in Bernau, z.B. im SportForum.
Ab 16 Uhr wird das SportFORUM Bernau am 23. und 27.8. jeweils ab 16 Uhr eine mobile Teststation am Veranstaltungsort öffnen. Kommen sie rechtzeitig zum Test, da die Testkapazität begrenzt ist.

 

Bitte halten Sie sich im Bereich Ihrer Stuhlgruppe auf.  Gern können Sie dort auch aufstehen und tanzen. Gruppenbildung vor der Bühne ist leider noch nicht zulässig.

Lange mussten wir an unserem Mut und unserer Hoffnung festhalten – nun sehen wir uns in unserem diesjährigen Motto für die kommenden Siebenklang-Festspiele „Im Aufwind“ bestätigt und freuen uns auf acht Konzerte.

Lassen Sie sich begeistern von einem besonderen Programm – von namhaften, gestandenen Künstlern und aufstrebenden, ambitionierten MusikerInnen, ganz wie Sie es von „Siebenklang“ gewohnt sind.

„Es ist schön, sich im Aufwind zu wiegen, es ist gut, nicht alleine zu fliegen, es ist klar, dass Steigen schon viel ist, es ist wahr, dass der Weg das Ziel ist.“
(Robert Gernhardt)

In diesem Sinne, seien Sie herzlich gegrüßt, bleiben Sie unbeirrbar und gesund!
Ihr Siebenklang-Team

Stand: 17. August 2021

Unser Progamm 2021

NEU:
Donnerstag, 19. August 2021, 19.30 Uhr
Stadtpark Bernau – Open Air

Folk, Pop & Rock aus Norwegen
Ljodahått (NOR)

Es ist ein verwegener Haufen, der da die Bühne betritt. Als wäre er geradewegs dem verwunschenen Zwielicht endloser skandinavischer Wälder entstiegen. Schwarzgewandete Gestalten mit Bowler Hat. Sieben Herren insgesamt, die zu ihren Instrumenten greifen, um die Literatur Norwegens musikalisch zum Leben zu erwecken.
Ljodahått, so nennt sich das Kollektiv um den Norweger Magne Håvard Brekke. Musiker, Schauspieler und Komponisten aus halb Europa, die alte wie zeitgenössische norwegische Gedichte vertont haben, von der Edda und Henrik Ibsen bis zu Tarjei Vesaas und Olav H. Hauge.
Brekke studierte Schauspiel, damals noch in Ost-Berlin, war Mitglied der Berliner Volksbühne und hat mit Regiegrößen wie Castorf, Gotscheff und Marthaler zusammengearbeitet. Und irgendwann begann er zu sammeln. Die Lyrik seines Heimatlandes. Traditionelle und moderne norwegische Gedichte, die er laut rezitierte und in verschiedene Sprachen übersetzte. Dabei sei ihm klar geworden, so Brekke, dass „norwegisch einfach eine wahnsinnig musikalische Sprache sei.“ Die Gründung von Ljodahått sei dann nur folgerichtig gewesen.
Ljodahått zeichnen sich durch eine ebenso originelle wie eigentümliche Mischung unterschiedlicher Musikstile aus. Nordische Liedformen treffen auf Folk, Jazz und Rock. Der Bandname ist gut gewählt. Denn das norwegische Wort Ljodahått steht zum einen für ein altes nordisches Versmaß, lässt sich zum anderen aber auch mit „Gesang der Trolle“ übersetzen. So hat die Musik von Ljodahått etwas Lyrisch-Schönes, manchmal gar Märchenhaftes, um im nächsten Augenblick dann ins Raue zu kippen, wild und ungehobelt zu werden.
Bei Ljodahått wird ausnahmslos auf norwegisch gesungen. Doch auch vor internationalem Publikum spielt das schon nach wenigen Liedern keine Rolle mehr. Kurze Moderationen und an die Rückwand geworfene Projektionen in der jeweiligen Landessprache helfen dabei, die Texte zu verstehen. Vor allem aber ist es die Musik, die die Zuhörer in die Geschichten und die Poesie Norwegens geradezu hineintaucht.
Publikum und Presse sind begeistert. Ein britischer Journalist beschrieb anlässlich des Edinburgh Festivals Ljodahåtts Musik als „eine Mischung aus Arcade Fire und Leonard Cohen.“ Die Osloer Tageszeitung Dagbladet stellte in einer Konzertkritik fest: „So würde es klingen, würde Tom Waits auf norwegisch singen.“ Und Le Figaro aus Paris schrieb: „… poetisch, vibrierend und voller Energie“.
Gerne folgt und lauscht man jedenfalls den Klängen von Ljodahått. Und dieser Sprache, die so ­archaisch und fremdartig und gleichzeitig wundersam vertraut klingt. Vielleicht, so Rainer Süßmilch, deutsches Bandmitglied von Ljodahått, lägen gerade da der Zauber und die Faszination der Band. Denn egal, wo ­Ljodahått bisher aufgetreten sei, ob in Norwegen oder Deutschland, in Frankreich, England oder Indien, Sprachbarrieren habe es noch nie gegeben. Irgendwann, so Süßmilch, springe der Funke einfach über. Überall. Und jedes Mal.

NEU:
Freitag, 20. August 2021
19.30 Uhr
Stadtpark Bernau – Open Air

Florian Paul & die
Kapelle der letzten Hoffnung
Chanson-Pop

„Sehen Sie den Zirkus der Sehnsucht heut Nacht, den traurigen Clown, den Dompteur. Den Affen der brav seine Kunststückchen macht, den einsamen, blinden Jongleur.“ (Lyrics -Der Zirkus)
Florian Paul und die Kapelle der letzten Hoffnung erzählen ihre Geschichten in starken, einprägsamen Bildern, die einem lange im Gedächtnis bleiben. Vielleicht, weil drei der fünf Bandmitglieder auch Filmmusik schreiben, beschwören ihre Songs vergessene Orte, romantische Szenen und spannende Figuren herauf. Sie feiern mit dem Publikum das Wiedersehen mit der eigenen Erinnerung. Irgendwo zwischen Nostalgie und Neugier, zwischen Walzer und Punkrock, zwischen Pop und Chanson, finden sich Lieder über die Angst vor der Einsamkeit, über Reue, Eifersucht und den Trost der Erinnerung.Manchmal wütend, manchmal laut, oft melancholisch, meistens über die Liebe, aber immer irgendwie anders. Wie eine Nacht im Montmartre, dunkel, grell, laut, verträumt, schmutzig -aber wunderschön. Immer unterwegs auf den Spuren der blauen Katze.

NEU:
Sonntag, 22. August 2021, 19.30 Uhr
Stadtpark Bernau – Open Air

Konstantin Wecker – TRIO
Jo Barnikel (Piano)
Fany Kammerlander (Cello)

Konstantin Wecker, Fany Kammerlander und Jo Barnikel verbindet die Liebe zum Lied. „Poesie und Musik können vielleicht die Welt nicht verändern, aber sie können denen Mut machen, die sie verändern wollen“, so Konstantin Wecker, der sich seit über 40 Jahren für eine Welt ohne Waffen und Grenzen engagiert. Nun setzt der Münchner Liedermacher mit zwei kongenialen Mitstreitern an seiner Seite zu einem musikalisch-poetischen Liebesflug der ganz besonderen Art an.
Neben seinem langjährigen Bühnenpartner und Alter Ego am Klavier, Jo Barnikel, ist auch Fany Kammerlander bei seinem aktuellen Trio-Programm dabei. Die Ausnahme-Cellistin, die mit ihrem Spiel sowohl in der Klassik- als auch in der Popwelt zuhause ist, steht ebenso seit längerem mit Konstantin Wecker auf der Bühne.

Die drei Musiker vereinen lyrisch-sensible Klavierstücke mit dem zart schmelzenden Klang des Cellos, das Konstantin Weckers Liedern seit jeher ihre ganz persönliche Note gab. Am liebsten würde man sie festhalten. Die Melodien. Und die Sehnsüchte.

Auch darin sind sich die drei Musiker einig, deren aktuelles Bühnenprogramm geprägt ist von Wut und Zärtlichkeit, Mystik und Widerstand – und immer auch von der Suche nach dem Wunderbaren. Eine Suche, die Mut macht. Und Hoffnung. Denn wer in die Lieder des neuen Trio- Programmes eintaucht, wird schnell erkennen, dass es durchaus eine Welt ohne Grenzen geben kann.

NEU:
Montag, 23. August 2021, 19.30 Uhr
Stadtpark Bernau – Open Air

Ulrich Tukur & die
Rhythmus Boys
Rhythmus in Dosen –
Das Jubiläumsprogramm!

„Rhythmus in Dosen“ heißt das nach einem Foxtrott aus dem Jahr 1942 benannte virologische Spezialprogramm, das Ulrich Tukur und die Rhythmus Boys ihrem Publikum erstmalig in den Pandemie-Jahren 2020 und 2021 vorstellen.

Der musikalische Büchsenöffner enthüllt dabei bewährte und immer wieder gern gehörte Stücke wie „Opus One“, „Sie will nicht Blumen und nicht Schokolade“, „Am Steinhuder Meer“ oder „In The Mood“, aber auch noch nie gehörte Novitäten in mitreißenden Arrangements wie „Anything Goes“, „Tuxedo Junction“, „Goody Goody“ und „Between The Devil And The Deep Blue Sea“. In eleganten, kackbraunen Anzügen und wohl dosierter Lautstärke, mit spritzigem Rhythmus und in vollkommener Harmonie präsentieren sich dabei wieder einmal der schöne Ulrich Tukur am Schachtelklavier, der klapperdürre Günter Märtens am Büchsenbass, der klebrige Ulrich Mayer an der Blechklampfe, sowie der winzige Karl-Friedrich Mews an den Raviolidosen.

Besetzung:
Ulrich Tukur – Gesang, Klavier, Akkordeon
Ulrich Mayer – Gitarre, Gesang
Günter Märtens – Kontrabass, Gesang
Kalle Mews – Schlagzeug, Gesang

NEU:
Mittwoch, 25. August 2021, 19.30 Uhr
Stadtpark Bernau – Open Air

KEIMZEIT
»Das Schloss«

Das neue Keimzeit Album „Das Schloss“ schließt sich wunderbar organisch an die letzten Werke der Band an. „Auch wenn ich mal von anderen Künstlern zu Songs inspiriert werde, ist es am Ende doch immer so, dass ich die Strickart meiner Songs nicht wirklich verlasse“, reflektiert Norbert Leisegang sein Songwriting. Was sich geändert hat, ist der Gesamt-Sound. Denn Keimzeit haben diesmal mit Moses Schneider zusammengearbeitet, der u.a. auch schon für Tocotronic und die Beatsteaks an den Reglern saß. Die Basics wurden in einem Studio im ehemaligen Flughafen Tempelhof in nur vier Tagen live aufgenommen. Klingt als wären Keimzeit in die 60er zeitgereist, um das Wesentliche in ihrer Musik zu suchen und schließlich zu finden.

Dieser am Live-Sound von Keimzeit orientierte, erdige Gesamtklang zahlt sich in der Intensität und Atmosphäre der Lieder aus. Herausgekommen sind 12 Songs, die in ihrer klanglichen und textlichen Einzigartigkeit fesseln, berühren und auch nachdenklich machen. Neben dem schon erwähnten Titelsong gibt es jede Menge weitere spannende und bisweilen autobiografische Lieder.

Keimzeit haben mit „Das Schloss“ eine spannende Grundlage für eine zweijährige Tournee geschaffen. Diese wird die Band auf über 70 Bühnen in nahezu alle Bundesländer führen. Die über zweistündigen Konzerte sind immer ein eindrucksvolles Erlebnis und bieten reichlich Gelegenheit für eine musikalische Zeitreise durch fast vier Dekaden Keimzeit.

NEU:
Donnerstag, 26. August 2021, 19.30 Uhr
Stadtpark Bernau – Open Air

Jasmin Tabatabai &
David Klein-Quartett
»Jagd auf Rehe«

Sie ist eine der großen deutschen Fernseh- und Kinostars. Wenn die deutsch-iranische Schauspielerin Jasmin Tabatabai in der ZDF-Serie »Letzte Spur Berlin« als Kommissarin Mina Amiri in einer Hauptrolle vor der Kamera steht, schauen regelmäßig Millionen zu.

Aber auch als Sängerin weiß die wandelbare Mimin zu begeistern. Ihr Gesangsdebüt gab sie als Rockröhre im Blockbuster «Bandits», zusammen mit Katja Riemann und Nicolette Krebitz.

Für «Eine Frau», ihre erste CD als Jazz- und Chansonsängerin wurde Tabatabai aus dem Stand mit einem Echo-Jazz ausgezeichnet und ihre packenden Liveauftritte reißen Publikum und Presse gleichermaßen mit. Von «Musik voller Zauber und Leichtigkeit» ist da die Rede, von einer Sängerin, die «feinfühlig, stilsicher und pointiert Stimmungen erzeugt». Die Süddeutsche Zeitung nennt Tabatabai im gleichen Atemzug wie Marlene Dietrich und Hildegard Knef: «Es gibt diese Stimmen, die man sofort erkennt, sie haben einfach dieses gewisse Etwas, das sich auf ewig ins akustische Gedächtnis einbrennt».

2020 veröffentlichte sie die dritte CD: »Jagd auf Rehe«. Vielfalt ist das Zauberwort. Auch Jasmin Tabatabai und ihr musikalischer Partner, der Schweizer Musiker, Komponist und Produzent David Klein, geben sich mit ihrem neusten Programm und der Produktion ihrer dritten gemeinsamen CD dieser Prämisse hin. Keine stilistische Grenze, die nicht gesprengt, kein Genre, das nicht erforscht wird. Was jedoch nicht heißt, dass Beliebigkeit herrscht. Ganz im Gegenteil handelt das kreative Gespann Tabatabai/Klein nach Kurt Weills erfrischendem Credo: «Ich habe den Unterschied zwischen ‹ernster› und ‹leichter› Musik nie anerkannt, es gibt nur gute und schlechte Musik».

So darf sich die Zuhörerschaft auf eine meditative Version von Schuberts «Ständchen» freuen sowie auf radikale Neudeutungen von «River Man» (Nick Drake) und «Why» (Annie Lennox). Eine soulige Interpretation von «Sei mal verliebt» (Hildegard Knef/Cole Porter) im Dreivierteltakt findet genauso ihren Platz wie «Schlafen gehen», ein gänzlich unbekanntes Juwel des Burgschauspielers und Kinderbuchautors Martin Auer.

Ein Reinhard Mey-Song ist seit Tabatabais erster CD eine lieb gewonnene Verneigung vor dem kongenialen Berliner Liedermacher, dieses Mal ist er mit «Männer im Baumarkt» vertreten. Selbst vor einem fast schon ketzerischen Cover des Beatles-Hits «Hey Jude» machen Tabatabai und Klein nicht halt. Dass Tabatabai mit «La Rose» auf Französisch und mit «Shekare Ahoo» (Deutsch: Jagd auf Rehe) auf Persisch singt, versteht sich mittlerweile fast schon von selbst.

NEU:
Freitag, 27. August 2021, 19.30 Uhr
Stadtpark Bernau – Open Air

Songs im Stadtpark
MILOW »Live«

Was 2007 mit Hits wie ›You Don´t Know‹ oder seiner Akustik Coverversion von 50 Cents ›Ayo Technology‹ begann, ist längst zur internationalen Erfolgsgeschichte geworden – sechs veröffentlichte Studioalben, zahllose Auszeichnungen, ausverkaufte Tourneen und rund 200 Millionen globale Streams sprechen für sich. Jedes seiner neuen Lieder unterzieht Milow dem intensiven Live-Dialog mit seinen Fans, bevor er sich entscheidet, den Song zu veröffentlichen. 2019 hat er bei ›Sing Meinen Song‹ das deutsche TV Publikum verzaubert. Der belgische Sänger, Songwriter und Gitarrist Jonathan Vandenbroeck mit dem Künstlernamen Milow überzeugt mit charismatischer Stimme, seiner höchst einprägsamen Melodieführung und seinem Gespür für Arrangements. Seine erste Singles ›You Don´t Know‹, und ›Ayo Technology‹ wurden mit Gold- und Platinauszeichnungen sprichwörtlich überhäuft wie auch die Hits ›You And Me‹ und ›Little In The Middle‹. Vor allem bei den Live-Konzerten blüht Milow derart auf, dass selbst das TV Publikum von ›Sing Meinen Song‹ am Bildschirm Zeuge wurde, welch ungeheure Kraft der ansonsten sehr zurückhaltende Belgier nur mit seiner Stimme und seiner Gitarre entfachen kann!

NEU:
Mittwoch, 1. September 2021, 19.30 Uhr
Stadtpark Bernau – Open Air

Martin Tingvall
Solo-Piano
»When Light Returns«

Vor einem Jahr schien die Welt plötzlich still zu stehen – als würde die Menschheit den Atem anhalten über den ersten Schock der Pandemie. Gleichzeitig war dieses Frühjahr in Nordeuropa ungewöhnlich schön: Wochenlang strahlte die Sonne vom Himmel, die Knospen der Pflanzen und die Insekten kamen früher als sonst nach dem langen skandinavischen Winter.
Martin Tingvall war in dieser speziellen Zeit in seinem Haus in Südschweden gestrandet und komponierte hier innerhalb weniger Tage dieses neue Album. „Ich war viel draußen in der Natur. Während dieses menschlichen Stillstands erschien mir die Kraft der Natur umso stärker – wie ein Zeichen, das uns Menschen zeigen wollte, dass wir nicht aufgeben sollten. Die Kompositionen sind im März 2020 innerhalb weniger Tage entstanden. Und dann habe ich sie auch direkt aufgenommen. Für mich ist dieses Album wie ein Hoffnungssymbol. Auch wenn es scheint, dass es nicht mehr weitergehen wird, selbst nach dem dunkelsten Winter, kehrt das Licht im Frühling zurück.”
Der 47-jährige Schwede Martin Tingvall gehört zum Kreis einer jüngeren Generation  sehr vielseitiger und kreativ agierender Pianisten, die die Grenzen zwischen Jazz, Pop, Neo-Klassik und Filmmusik nahezu verschwimmen lassen, wie Nils Frahm, Ólafur Arnalds, Francesco Tristano oder auch Sven Helbig. Aber auch Vergleiche mit dem Altmeister des Jazz-Pianos, Keith Jarrett, sind durchaus statthaft.

Tingvall schloss 1999 sein Musikstudium in Malmö ab und zog nach Hamburg, wo er unter anderem mit Udo Lindenberg und Mandy Capristo zusammenarbeitete. 2003 gründete er das nach ihm benannte Tingvall-Trio für das er alle Stücke komponiert. Das dreimal mit dem ECHO Jazz ausgezeichnete Trio ist weltweit sehr erfolgreich. Daneben legte er bisher vier Solo-Alben vor.
„The Rocket“ gelangte im Juli 2019 direkt auf Platz eins der deutschen Jazz-Charts.
Martin Tingvall ist ein begehrter Filmmusikkomponist. Seine Kompositionen für die Filme „Jahr des Drachens“, 2012, verschiedene Tatort-Verfilmungen und „Die Toten von Marnow“, 2019, belegen eindrucksvoll die Vielseitigkeit des Pianisten.

Verlegt in den Herbst 2021

VERLEGT:
Samstag, 30. Oktober 2021, 19.30 Uhr
Audimax am Bauhaus-Ensemble
Bernau Waldfrieden

Die Kreutzersonate
Sebastian Koch – Rezitation
Anna Buchberger – Klavier
Erik Schumann – Violine

Liebe, Eifersucht, Mord und die Macht der Musik – das sind die großen Themen der Siebenklang-Veranstaltung im schönen Waterstradt-Saal auf dem Bauhausgelände Bernau – gelesen von einem der besten Schauspieler Deutschlands.
Ein Mann begeht einen Mord aus Eifersucht, weil seine Frau mit einem Geiger Ludwig van Beethovens „Kreutzersonate“ musiziert. Die gleichnamige psychologisch dichte Erzählung geht auf eine wahre Begebenheit zurück und stammt aus der Feder des russischen Dichters Leo Tolstoi. Er schrieb sie 1889 und seit ihrer Veröffentlichung gilt sie als eines der umstrittensten Werke der Literaturgeschichte: Während einer Eisenbahnfahrt beschreibt der Ich-Erzähler einem Mitreisenden sein Eheschicksal. Seine Äußerungen über das Zusammenleben der Geschlechter, über das Weibliche im Allgemeinen und insbesondere über seine Frau, die er ermordet hat, sind von brutaler Offenheit. Da es sich um ein Verbrechen aus Leidenschaft handelte, hatte das Gericht ihm mildernde Umstände zugesprochen.
Sebastian Koch – einer der international erfolgreichsten deutschen Schauspieler seiner Generation, nicht zuletzt für seine Hauptrolle im Oscar-prämierten Film „Das Leben der Anderen“ mit Preisen überhäuft – lässt die irritierende Geschichte des innerlich zerrissenen Mannes, den die Eifersucht zu dieser unfassbaren Tat treibt, lebendig werden. Koch besticht in zahlreichen internationalen Produktionen neben Stars wie Tom Hanks, Klaus Maria Brandauer und Diane Kruger.
Musikalisch eingerahmt wird die Lesung – natürlich – von Beethovens „Kreutzersonate“ op. 47, die der Komponist einst dem französischen Violinvirtuosen Rodolphe Kreutzer widmete. Am 30. Oktober werden die Pianistin Anna Buchberger und der Geiger Erik Schumann zu hören sein.
Anna Buchberger debütierte bereits mit sieben Jahren im Herkulessaal München. Sie ist auch Preisträgerin internationaler Wettbewerbe wie „International Piano Competition Ettlingen“, „International Concertino Praga“ oder „Prix Amadéo International“. Sie konzertierte u. a. in der Tonhalle Zürich, der Philharmonie Gasteig München, beim Kissinger Sommer oder im Festspielhaus Baden-Baden.
Erik Schumann, 1982 als Sohn deutsch / rumänisch-japanischer Eltern in Köln geboren, konzertiert regelmäßig mit namhaften Orchestern in Europa, Asien und den USA, darunter sind das NDR Sinfonieorchester Hamburg / Hannover, das Gewandhausorchester Leipzig, die Düsseldorfer Symphoniker, die Kammerorchester von Wien und Zürich, das Tonhalle Orchester Zürich, Orchestre de Paris, Orchestre National de France, die Sinfonia Varsovia, das Tschechische Nationale Symphonieorchester, Kyoto Symphony Orchestra sowie das Chicago Symphony Orchestra und das National Symphony Orchestra Washington. Dabei arbeitet er mit Dirigenten wie Christoph Eschenbach, Gianandrea Noseda, Jiri Belohlavek und Vassily Sinaisky zusammen.

Verlegt nach 2022

VERLEGT:
Sonntag, 15. Mai 2022
19.30 Uhr
Bürgersaal im
Neuen Rathaus Bernau

Meret Becker, Lulu Hacke, Monika Hansen
3 BIRDS – eine Federlesung

Bird ist Englisch und heißt Vogel. What else is new. Aber Bird ist im Englischen auch die Bezeichnung für Frauen und Mädchen. Ist ein Mädchen, das eine Meise hat, also schon eine Tautologie?
Es gibt Paradiesvögel, komische Vögel, Unglücksraben, Hochzeitstauben und den von den Beatles besungenen Blackbird – ein schwarzes Mädchen also, das sich trotz gebrochener Flügel frei fliegt. Drei Generationen Frauen einer Künstlerfamilie finden sich zusammen zum Federlesen, mal amüsant, mal ernst, mal melancholisch.
Mit Texten, gesprochen, gesungen oder drauf gepfiffen. Eine Collage, eine Hommage um Vögel und um Vögel herum. Schauspielerin Meret Becker (Kommissarin im Berliner Tatort) mit ihrer Mutter, der Schauspielerin Monika Hansen und Tochter Lulu (Musikerin).
Tochter, Mutter und Oma. Oder Enkelin, Tochter und Mutter. Oder Tochter, Tochter und Mutter. Oder Tochter, Tochter und Tochter … 3 BIRDS.

Meret Becker entzieht sich der bequemen Einordnung: Schauspielerin, Komponistin, Sängerin, Performing Artist, Produzentin. Sie hat vier Musikalben mit Eigenkompositionen herausgebracht, gab nationale und internationale Konzerte, produzierte und inszenierte Musikprogramme, und wirkte parallel dazu bei Bühnenproduktionen und vielen Kinofilmen mit. Sie Arbeitete unter anderem mit Dominik Graf, Doris Dörrie, Sönke Wortmann, Margarethe von Trotta, Caroline Link, Helmut Dietl, Dani Levy, Ars Vitalis, Einstürzende Neubauten, Kent Nagano, Pina Bausch, Claus Peymann, David Wnent, Ralf Schmerberg, Vanessa Jopp, Oskar Roehler und Steven Spielberg und wurde dafür mit dem Adolf-Grimme-Preis, dem Bayerischen Filmpreis, der Goldenen Kamera und dem Filmband in Gold (jetzt Lola) ausgezeichnet.

Monika Hansen lernte an der Freien Volksbühne Berlin ihren späteren Ehemann Otto Sander kennen. Ihre Kinder Ben und Meret Becker sind gefragte Darsteller auf der Bühne und im Film. Monika Hansen spilte außerdem am Renaissance-Theater Berlin und am Staatstheater Kassel. Im Kino sah man sie unter anderem in Filmen von Margarethe von Trotta, Rosa von Praunheim, Lars Kraume und Wim Wenders sowie in diversen TV-Produktionen.

Lulu Snunit Amanita Hacke komponiert und singt derzeit unter dem Namen Lusah.

Tickets

Wir danken allen Sponsoren und Förderern des Siebenklang Festivals.

Adler Apotheke Bernau e.K., Barnimer MittelstandsHaus, BESCO Berliner Steincontor GmbH, Buchhandlung Schatzinsel, Herr Dr. Tom Fischer, Gierth & Herklotz oHG Bau- und Industriebedarf, Hübler Invest GbR, Notarin Ellen Pompoes, Herr Dipl. med. T. Ruhnke und Frau R. Wiegmann-Ruhnke, Orthopädische Gemeinschaftspraxis Dr. med. J. Böhm und Dr. med. I. Schumacher, Unternehmerverband Barnim e. V.

Ansgar Pflege- und Wohnstift GmbH, Bären Apotheke, Brillenstudio Reusner,  Frau Dr. med. L. Duhn, Frau Neugebauer und Herr Will, Frau Dr. Ch. Gälke, Frau U. Haase und Herr J. Haase, Pelikan Apotheke Bernau, Frau Dr. S. Redlin und Herr Dr. M. Redlin, Vermessungsbüro Dipl. Ing. L. Bohnebuck

Die Veranstaltung wird gefördert durch das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur, den Landkreis Barnim und die Stadt Bernau bei Berlin

Veranstalter: Kulturreich Barnim e.V. | Ausrichter: Agentur Public