Sehr verehrte Freundinnen und Freunde der Bernauer Musikfestspiele Siebenklang

Wir freuen uns sehr, Ihnen auf diesem Wege, das Programm der 14. Bernauer Musikfestspiele „Siebenklang“ vorstellen zu können. Erneut werden wir Sie an sieben besondere Orte führen. An bekannte Orte, an denen es aber auch für uns immer wieder etwas Überraschendes, bisher nicht Gesehenes zu entdecken gibt und an neue, deren Vergangenheitsspuren wir mit Ihnen gemeinsam erkunden wollen. Da ist z.B. das alte Bernauer Gaswerk mit seinem markanten weithin sichtbaren Gaskessel, der jedem Bernauer als Wahrzeichen bekannt ist. Aber wer hat die wunderbar restaurierten Industrieziegelbauten der Gesamtanlage und den Kessel schon einmal nachts, kunstvoll beleuchtet, als Ensemble betrachtet? Ein Innenhof voll mit Geschichten, Arbeitsspuren und Erinnerungen. Diesen Raum für ein Konzert zu erschließen, hat etwas Abenteuerliches. Und genau das möchten wir tun, denn das Motto der nächsten Festspiele lautet „Spurensucher“. Auf sehr unterschiedliche „Spurensuche“ begeben sich die Künstler, die wir für die nächsten Festspiele eingeladen haben.

 

Zum einen sind es literarische Spurensucher, wie die großartigen Schauspieler Sebastian Koch und Sky du Mont, die in ihren ausgewählten Texten der Liebe und der Leidenschaft zwischen Menschen nachspüren werden. Und zum anderen sind da die musikalischen Erkunder, wie der wunderbare, multitalentierte Ulrich Tukur, der seine Wurzeln und Spuren im Jazz und Swing der 30er, 40er Jahre des vergangenen Jahrhunderts sucht und mit seinen „Rhythmus Boys“ und viel Humor die Herzen der Zuschauer erobert.
Von sichtbaren und unsichtbaren Spuren wird zu hören sein, vom Suchen und Finden, Verlieren und Gewinnen, in Texten und in Liedern – von Sjaella, dem Club der toten Dichter, von Kadri Voorand, Theresa Bergman und WallBad … Folgen Sie uns. Suchen Sie in allem das Interessante, Eigenartige, Besondere – an den Orten, in den Räumen, bei den Konzerten, die wir für Sie ausgesucht haben und seien Sie gespannt auf die Spuren, die Siebenklang auch in Ihnen hinterlassen wird. Das Wichtigste ist: Bleiben Sie neugierig!
Ihr Siebenklang-Team!

Progamm

Samstag, 25. April 2020, 19.00 Uhr
Audimax am Bauhaus-Denkmal Bundesschule Bernau

Die Kreutzersonate
Sebastian Koch – Rezitation, Anna Buchberger – Klavier
Erik Schumann – Violine

Liebe, Eifersucht, Mord und die Macht der Musik – das sind die großen Themen der Siebenklang-Auftaktveranstaltung im schönen Waterstradt-Saal auf dem Bauhausgelände Bernau – gelesen von einem der besten Schauspieler Deutschlands.
Ein Mann begeht einen Mord aus Eifersucht, weil seine Frau mit einem Geiger Ludwig van Beethovens „Kreutzersonate“ musiziert. Die gleichnamige psychologisch dichte Erzählung geht auf eine wahre Begebenheit zurück und stammt aus der Feder des russischen Dichters Leo Tolstoj. Tolstoi schrieb sie 1889 und seit ihrer Veröffentlichung gilt sie als eines der umstrittensten Werke der Literaturgeschichte: Während einer Eisenbahnfahrt beschreibt der Ich-Erzähler einem Mitreisenden sein Eheschicksal. Seine Äußerungen über das Zusammenleben der Geschlechter, über das Weibliche im Allgemeinen und insbesondere über seine Frau, die er ermordet hat, sind von brutaler Offenheit. Da es sich um ein Verbrechen aus Leidenschaft handelte, hatte das Gericht ihm mildernde Umstände zugesprochen.
Sebastian Koch – einer der international erfolgreichsten deutschen Schauspieler seiner Generation, nicht zuletzt für seine Hauptrolle im Oscar-prämierten Film „Das Leben der Anderen“ mit Preisen überhäuft – lässt die irritierende Geschichte des innerlich zerrissenen Mannes, den die Eifersucht zu dieser unfassbaren Tat treibt, lebendig werden. Koch besticht in zahlreichen internationalen Produktionen neben Stars wie Tom Hanks, Klaus Maria Brandauer und Diane Kruger.
Musikalisch eingerahmt wird die Lesung – natürlich – von Beethovens „Kreutzersonate“ op. 47, die der Komponist einst dem französischen Violinvirtuosen Rodolphe Kreutzer widmete. Am 25. April werden die Pianistin Anna Buchberger und der Geiger Erik Schumann zu hören sein.
Anna Buchberger debütierte bereits mit sieben Jahren im Herkulessaal München. Sie ist auch Preisträgerin internationaler Wettbewerbe wie „International Piano Competition Ettlingen“, „International Concertino Praga“ oder „Prix Amadéo International“. Sie konzertierte u. a. in der Tonhalle Zürich, der Philharmonie Gasteig München, beim Kissinger Sommer oder im Festspielhaus Baden-Baden.
Erik Schumann, 1982 als Sohn deutsch / rumänisch-japanischer Eltern in Köln geboren, konzertiert regelmäßig mit namhaften Orchestern in Europa, Asien und den USA, darunter sind das NDR Sinfonieorchester Hamburg / Hannover, das Gewandhausorchester Leipzig, die Düsseldorfer Symphoniker, die Kammerorchester von Wien und Zürich, das Tonhalle Orchester Zürich, Orchestre de Paris, Orchestre National de France, die Sinfonia Varsovia, das Tschechische Nationale Symphonieorchester, Kyoto Symphony Orchestra sowie das Chicago Symphony Orchestra und das National Symphony Orchestra Washington. Dabei arbeitet er mit Dirigenten wie Christoph Eschenbach, Gianandrea Noseda, Jiri Belohlavek und Vassily Sinaisky zusammen.

Sonntag, 3. Mai 2020, 18 Uhr
Evangelische Stadtkirche Biesenthal

Über Liebe
Sky du Mont – Lesung
Sjaella – A-cappella-Gesang

Sjaella – schon einmal war dieses wundervolle Damensextett bei Siebenklang zu Gast und begeisterte in der Fachwerkkirche in Lobetal das Publikum. Seitdem sind drei Jahre vergangen. Das Jahr 2019 war wieder ein sehr erfolgreiches für Sjaella. Das Ensemble war im letzten Sommer in Südafrika, hat für seine CD Einspielung „Meridiane Nord“ den Cara-Award 2019 im Bereich Best Folk/World-Album gewonnen und hat eine schöne Zusammenarbeit mit dem Schauspieler Sky du Mont begonnen. Im März 2019 traten Sjaella und Sky du Mont mit einem spannenden musikalisch-literarischen Konzert bei der Musikwoche Hitzacker auf.
„Über Liebe“ hatten sie diesen besonderen Abend überschrieben und das Publikum verliebte sich im Handumdrehen in alle Akteure. Sjaella und Sky du Mont waren es schon vorher. So beschlossen sie, die Liebe weiterzutragen in andere Städte, zu anderen Menschen. Und das sehr erfolgreich. Diesem Programm konnten wir nicht widerstehen, zu schön passen die Künstler und das Programm zum Siebenklang-Thema „Spurensucher“.
Am 3. Mai kommt das herrliche Ensemble mit dem charismatischen, charmanten Schauspieler Sky du Mont (u.a. in Stanley Kubicks „Eyes Wide Shut“, oder in „Der Schuh des Manitu“, „Otto-der Film“ …) in den Barnim. Gemeinsam präsentieren sie einen besonderen Konzertabend mit berührenden, heiteren, bisweilen nachdenklichen Texten bekannter Dichter wie Clemens Brentano, Joachim Ringelnatz oder Mark Twain.
Das Siebenklang-Festival gastiert für dieses Programm erstmals in der evangelischen Stadtkirche Biesenthal.
Mit künstlerischer Perfektion und Präzision, Wärme, Intensität, Dramatik und Charme interpretiert Sjaella, die für das Damensextett arrangierte Vokalmusik aus verschiedenen Jahrhunderten von Henry Purcell, über Stevie Wonder, Melody Gardot bis hin zu George Shearing. Und Sky du Mont wird über die »Kunst des Liebens«, wie Erich Fromm es 1956 nannte, Literarisches erzählen und vorlesen.

Freuen Sie sich auf einen Abend voller Leidenschaft!

Mittwoch, 6. Mai 2020, 19.30 Uhr
Bernauer Wasserturm, Oranienburger Chaussee

Marie Spaemann, Cello & Voice
A U S V E R K A U F T

Marie Spaemann, die aus Österreich stammende junge, außergewöhnliche Künstlerin begibt sich 2020 auf eine One-Woman-Tour mit Cello und Loop-Station, um ihre einzigartigen Songs zu präsentieren. Diese Tour führt sie auch nach Bernau zu den Siebenklang-Festspielen und direkt hinein in den Wasserturm, der nahezu prädestiniert zu sein scheint für abenteuerliches Experimentieren mit Melodien und dem Suchen nach Klangspuren.
Unkonventionell und ohne Rücksicht auf Grenzen changiert Marie Spaemanns Musik zwischen Pop, Soul und Jazz. Dabei verpackt sie tiefgründige Texte in betörende Rhythmen und Melodien und verzaubert mal so eben 47.000 Zuschauer in Wien mit einer beeindruckenden Bühnenperformance und ihrer expressiv-authentischen Art.
Im Wasserturm wird Marie Spaemann, Künstlerin mit klassischem Background und gesegnet mit einer charakteristischen Stimme, Titel von ihrem Debütalbum „Gap“ vorstellen. Marie Spaemann gewann mit ihrem Cellospiel bereits den internationalen Johannes-Brahms-Wettbewerb, tourte aber wenige Jahre später, wandelbar und neugierig, als Solo-Vorband und Sängerin des Elektroswing-Pioniers „[dunkelbunt]“ durch Deutschland und Österreich und veröffentlichte ihre ersten Songs.
Neben Auftritten als Solistin in Begleitung zahlreicher Orchester (aktuell performt sie mit Hollywoods Starkomponisten Hans Zimmer auf dessen Europa-Tour im Solo-Spot regelmäßig vor 10.000 Zuschauern), führten sie ihre Konzerte bereits auf unterschiedlichste Bühnen internationaler Festivals. Darunter das „Alpen Arte“ / Österreich, „Next Generation“ / Schweiz, „Puplinge Classique“ / Frankreich, das südkoreanische Festival “Classic Garden” und das “Konzerthaus International” / New York sowie das „Fusion-Festival“ (D).
Nun ganz im Singer-Songwriter-Pop angekommen, wird Marie Spaemann auf ihrer Frühjahrstour auch ein deutsches Publikum begeistern. Im Bernauer Wasserturm, wo sich Publikum und Künstler so wunderbar nah sind, wird das ein ganz besonderes intensives Erlebnis. 

Sonntag, 17. Mai 2020, 17 Uhr
Marstall auf dem Rittergut Börnicke

Reinhardt Repkes
Club der toten Dichter
So und nicht anders – Fontane neu vertont

„Sie taucht in jeden Song ein wie in tiefes Wasser“, schrieb die Journalistin Regine Buddeke einmal über Katharina Franck. Seit einigen Jahren lebt die Sängerin und Songwriterin, deren unverwechselbare Stimme seit den Erfolgen ihrer Band Rainbirds fast jeder kennt, in der Nähe von Neuruppin, dem Geburtsort Theodor Fontanes. In der „Grafschaft Ruppin“, in der die berühmten „Wanderungen durch die Mark Brandenburg“ ihren Anfang nahmen.
Die erste Wanderung führte Fontane über das Wasser des Ruppiner Sees nach Wustrau. Am Wasser des Molchowsees in Alt Ruppin vertonte Reinhardt Repke, Gründer und Komponist des Clubs der toten Dichter, die ersten Gedichte Fontanes neu. Vor einigen Jahren waren Franck und Repke schon mit vertonten Rilkegedichten sehr erfolgreich in ganz Deutschland unterwegs. Nun haben sie sich wieder getroffen, zwischen all den Seen des Ruppiner Landes, um erneut miteinander zu arbeiten.
Katharina Franck ist Sängerin durch und durch. Ihr Selbstverständnis als Musikerin beschreibt Fontanes Gedicht „Auch ein Herzenstrost“ in den ersten Zeilen: „Mein Freund, du frägst, warum ich singe? Das ist mir eine Frage, das; Ich singe, nun, ich singe, singe – Mir macht einmal das Singen Spaß“.
Reinhardt Repkes Club der toten Dichter ging im Fontane-
Jubiläumsjahr 2019 mit Neuvertonungen des Dichters und Schöpfers berühmter Frauenfiguren, wie Effie Briest,
Jenny Treibel, Grete Minde auf Tournee. Aber natürlich dreht es sich im Programm nicht nur um Frauengestalten. Auch das berühmte Gedicht „John Maynard“, die Maynard-Suite, wie sie innerhalb des Clubs genannt wird, da Repke das Gedicht in drei Songs aufgeteilt hat, kommt zur Aufführung. Und „Herr von Ribbeck auf Ribbeck im Havelland“, das beliebteste Gedicht der Deutschen, wie mal einer schrieb, darf selbstverständlich auch nicht fehlen.
Nach Heine, Busch, Rilke, Schiller und Bukowski, ist Fontane nun der sechste Dichter, den sich Reinhard Repke musikalisch erobert hat, dessen Spuren er nachgegangen und sie gelesen hat. In bisher rund 350 Konzerten hat sich der CdtD ein begeistertes Publikum in ganz Deutschland erspielt.

Neben Katharina Franck (voc, git), werden die Akkordeonistin Cathrin Pfeifer und der Bassist Markus Runzheimer das Quartett um Reinhardt Repke (voc, git) bilden. Mit Fontane wird der Club bereits zum 4. Mal bei Siebenklang dabei sein. Seine Konzerte sind immer wieder neu und anders, die Dichter alt – die Programme frisch und immer wieder eine bereichernde Entdeckung.

Wandern Sie, radeln Sie, pilgern Sie also nach Börnicke, und tauchen Sie ein in die Vergangenheit, in alte Texte zwischen historischen Wänden und folgen Sie den Spurensuchern!

Mittwoch, 20. Mai 2020, 20.30 Uhr
Altes Bernauer Gaswerk – Open Air

Rock und Soul am Gaskessel
Teresa Bergman & Band

Wenn über Teresa Bergman gesprochen oder geschrieben wird, steht meist ihre große Stimme und Bühnenpräsenz im Mittelpunkt. So lobt die FAZ: „Phantastische Stimme, phantastische Songs. Einfach so. Bläst sie einen um.“ Die Berliner Zeitung ergänzt: „Ihr spielerischer Umgang mit Musik und Performance […] wirkt ansteckend.“ Und Deutschlandradio Kultur bezeichnet sie bereits als „das größte Talent, das wir für Soundscout im vergangenen Jahr entdeckt haben.“
Teresa Bergmans Kompositionen sind eingängig ohne dabei aufdringlich zu werden. Ihre persönlichen Songs umschiffen Plattitüden und locken Fans von Ani
DiFranco, Joni Mitchell oder ZAZ an. Ihr Stimmumfang ist außergewöhnlich, ihre Spontanität auf der Bühne von der ersten Minute an fesselnd. Ihr Mut zu musikalischen Kontrasten, ihr Mix von Spaß und Ernsthaftigkeit und ihr Sinn für charmant-ironische Theatralik machen ihre Konzerte zu intimen wie mitreißenden Erlebnissen.
Schon nach wenigen Takten weiß der Zuhörer: Hier ist eine phantastische Sängerin und Komponistin am Werk – mit gutem Songwriting, einer gehörigen Portion Soul, mit Energie und einer ganz eigenen Persönlichkeit und Ausstrahlung. Ihre humorvollen, manchmal auch hintersinnigen Songtexte zaubern schnell ein Lächeln auf die Gesichter der Zuschauer. Es wird zum breiten Lachen, wenn sie zwischen den Songs in akzentfreiem Deutsch lustige, teils selbstironische Geschichten erzählt.
Nicht zuletzt ihr Improvisationsdrang, die Lust Songs ständig neu zu interpretieren, zu verändern und spontan auf der Bühne mit Bassist Tobias Kabiersch, Schlagzeuger Pier Ciaccio und Pianist Matt Paull zu entwickeln, machen Teresa und ihre Musiker zu einem Erlebnis, welches sich unter Garantie in der Gedächtnisschublade der schönen Erinnerungen eines jeden festsetzt.

Mittwoch, 20. Mai 2020, 22.00 Uhr
Altes Bernauer Gaswerk – Open Air

Rock und Soul am Gaskessel
WellBad

WellBad: Diese Stimme klingt wie hundert Leben. Daniel Welbat alias WellBad singt, als hätte er Jahre in den dunkelsten Bars abgehangen und dabei all die Geschichten dieser vielen kleinen Welten aufgesogen. Roots Rock verliebt sich in Hip Hop. Jazzige Geistesblitze werden vom Blues wieder auf den Teppich geholt. Herrliche Melodien und catchy Hooks laden zum Verlieben ein und lassen einen nur schwer wieder los. Alles eingebettet in den packenden Groove seiner großartigen Band.
Das neue Album „Heartbeast“, das er bei Siebenklang in der zweiten Hälfte des Abends präsentieren wird, ist eine Hommage an Welbats große Liebe: den Film. Als Spross einer Künstler- und Filmemacher-Familie verbrachte er seine Jugend größtenteils auf Filmsets. Dieses vierte Album versteht sich als Soundtrack zu einem Film, der niemals gedreht wurde. Brennstoff für seine mitreißende Live-Performance! Diese hat der Band TV-Auftritte bei ARD, ZDF, RTL und 3SAT eingebracht und für die Teilnahme an Festivals in Memphis, Toronto und dem europäischen Ausland gesorgt.

Vor der Kulisse des Alten Gaswerkes – mit von den Jahrzehnte gezeichnetem Klinker und Kesselstahl – begeben sich zwei kongeniale Stimmgewaltige am Vorabend des Herrentages auf musikalische Spurensuche!

Freitag, 5. Juni 2020, 20 Uhr
Alte Lazaraus-Kapelle, Saal Alt Lobetal

I Stopped Time
Kadri Voorand – vocal, piano
Mihkel Mälgand – double bass

Auf ihrem ACT-Debüt „In Duo with Mihkel Mälgand“ (erscheint im Februar 2020) entwirft die charismatische 33-jährige Sängerin, Songwriterin und Pianistin Kadri Voorand voller Leidenschaft ein Klanggemälde im Großformat. Ihr enormes Spektrum reicht dabei von akustischem Folk-Pop über R&B und Elektro bis zu Vokaljazz und lautmalerischer Improvisation. In ihrer Heimat Estland ist Voorand damit bereits ein Star. So gewann sie kürzlich die “Estonian Music Awards” als beste weibliche Künstlerin wie für das beste Jazz Album. Auch als Produzentin wurde sie bereits ausgezeichnet, eine Bestätigung ihres besonderen Gespürs für zeitgenössische Gesangsästhetik, verbunden mit dem feinfühligen Umgang mit elektronischen Effekten und Loops.
Das neue Album „In Duo with Mihkel Mälgand”, das sie in Bernau vorstellt, betont all ihre Qualitäten: als ausdrucksstarke, energische, phantasievolle und geschmeidige Sängerin wie als Songwriterin mit einem eigenen, originellen und humorvollen Stil.
Schon als kleines Mädchen sang Voorand im Volksmusik-Ensemble ihrer Mutter und lernte klassisches Klavierspiel, später studierte sie Jazz an den Akademien in Tallinn und Stockholm. Ihre Virtuosität und Vielseitigkeit unterstrich sie schnell nicht nur mit eigenen Projekten, sondern auch im A-cappella -Vokal-
sextett „Estonian Voices“ sowie mit Kompositionen für Film, Kammerchor und klassisches Orchester. International sorgte sie durch die Zusammenarbeit mit dem estnischen Komponisten Tõnu Kõrvits auf seinem Album „Mirror“ für Aufsehen.
Die wahre Kadri Voorand aber bekommt man im Duo mit Mihkel Mälgand, einem gefragten Bassisten, der bereits mit Nils Landgren, Dave Liebman oder Kurt Elling spielte und im vergangenen Jahr den dänischen Jazz Award gewann. Auch ihn dürfen die Siebenklangzuschauer am 5. Juni kennenlernen.
Durch ihre lange, schon auf vielen internationalen Festivals vorgestellte und vertiefte Zusammenarbeit – für das neue Album komponierte und arrangierte Mälgand einige Songs mit – sind die beiden perfekt aufeinander eingespielt. Das wird schön und spannend zugleich!

„Kadri Voorand ist eine ebenso begnadete Sängerin wie Pianistin, aber vor allem ist sie ein hyperaktives Energiebündel, das kaum weiß, wohin mit den Einfällen. Ihre Stimme verfügt über einen erstaunlichen Ambitus und ein wunderbares Timbre, ihr Klavierspiel steht dem in nichts nach, ihre Spontanität, ihre Lust am wohlbeherrschten Chaos machte sie im Nu zum Publikumsliebling.“
Westfälische Nachrichten

Samstag, 27. Juni 2020, 19.30 Uhr
OPEN AIR, Waldkirche am Mechesee, Bernau-Lobetal

Anne Folger, Selbstläufer

Bevor für Ulrich Tukur und seine Rhythmus Boys auf der Bühne kein Halten sein wird, kommt eine junge Dame zu Wort und Spiel: Anne Folger, Pianistin, Sängerin und Entertainerin, eine der beiden „Queens of Piano“ und als solche schon einmal bei Siebenklang zu Gast, präsentiert zum Auftakt des vergnüglichen Abends einen Teil ihrer Solo-Show „Selbstläufer“.
Parole? Selbst laufen! Nach vorn, mit Schwung und schräg. Werktreue war gestern. Anne verbindet klassische Hochkultur und scharfzüngige Kleinkunst. In ihrer Musik und ihren Texten erzählt sie von der Verwandtschaft zwischen den Beatles und Bach; Debussy, der in Fernost mit Apple fusioniert; vom missachteten Klavierhocker, der ein Solo gibt; von Youtube-Bloggerin Doremi, die in ihren Tutorials erklärt, wie sie sich die Lider mit Beethoven schminkt; von Verdis posthumen Protest gegen Aida, das Kreuzfahrtimperium; von Schlagertexten mit versteckten Krankheitsbotschaften und ICE-Fahrten mit schlechtem Empfang und und und!!!

Samstag, 27. Juni 2020, 20.30 Uhr
OPEN AIR, Waldkirche am Mechesee, Bernau-Lobetal

Liebe, Jazz & Übermut
125 Jahre Ulrich Tukur
und die Rhythmus Boys

Juni, Sommer, Sonne, hohe Bäume, ein blauer Himmel, irgendwann Abendstimmung und dazu ein grandioser Schauspieler auf der Bühne – das verspricht ein kleines Fest zu werden. Ein musikalisches Abschlussfest der 14. Bernauer Musikfestspiele Siebenklang in der Waldkirche Lobetal.
Den Schauspieler Ulrich Tukur kennen die meisten vielleicht als Kommissar der herrlich schrägen Wiesbaden-Tatorte oder aus dem Oscar-prämierten Film „Das Leben der Anderen“. Doch ist dieser unfassbar vielseitige Künstler auch als Autor erfolgreich und eben auch als Musiker. Seit 1995 ist Ulrich Tukur mit seiner unverwechselbaren Art und einer fantastischen Band, den „Rhythmus Boys“, regelmäßig auf Deutschland-Tour, sorgen sie für beste Unterhaltung auf den großen und kleinen Bühnen der Republik. Und diese Konzerte sind immer etwas ganz besonderes. Die Zuschauer erwartet ein humorvoller, unterhaltsamer Musikabend der etwas anderen Art. Denn Ulrich Tukur & die Rhythmus Boys tragen auf ihren Konzerten gerne mal Pyjama, improvisieren viel und haben immer Überraschungen parat. Tukur selbst beschrieb seine Musik in einem Interview folgendermaßen: „Wir machen eine Art kuriosen Swing. Es sind Lieder, die man noch nicht kennt, aber auch Sachen von Cole Porter oder Kompositionen aus den 20er, 30er und 40er Jahren, eigene Sachen – alles Mögliche. Das wird ein kunterbuntes Programm. Wir nehmen die Musik nicht so wirklich ernst, wir versuchen immer den Konzertabend lustig zu unterlaufen und die Leute mit einem poetisch-witzigen Programm zu verzaubern. Jeder Abend ist anders.“
2020 begehen Ulrich Tukur und die „Rhythmus Boys“ ihr 25-jähriges Jubiläum und sie garantieren uns in der Waldkirche ein Jubiläums-Abschlusskonzert voller Musikalität, Liebe, Jazz und viel Übermut!

Tickets

Wir danken allen Sponsoren und Förderern vom Siebenklang Festival 2019.

Adler Apotheke Bernau e.K., Barnimer MittelstandsHaus, BESCO Berliner Steincontor GmbH, Herr Dr. Tom Fischer, Gierth & Herklotz oHG Bau- und Industriebedarf, Notarin Ellen Pompoes, Herr Dipl. med. T. Ruhnke und Frau R. Wiegmann-Ruhnke, Orthopädische Gemeinschaftspraxis Dr. med. J. Böhm und Dr. med. I. Schumacher, Unternehmerverband Barnim e. V.

Ansgar Pflege- und Wohnstift GmbH, Bären Apotheke, Brillenstudio Reusner, Buchhandlung Schatzinsel, Frau Dr. med. L. Duhn, Frau Neugebauer und Herr Will, Frau Dr. Ch. Gälke, Frau U. Haase und Herr J. Haase, Hübler Invest GbR, Pelikan Apotheke Bernau, Frau Dr. S. Redlin und Herr Dr. M. Redlin, Herr Dr. J. Schuch, Vermessungsbüro Dipl. Ing. L. Bohnebuck

Die Veranstaltung wird gefördert durch das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur, den Landkreis Barnim und die Stadt Bernau bei Berlin

Veranstalter: Kulturreich Barnim e.V. | Ausrichter: Agentur Public