Sehr verehrte Freundinnen und Freunde der Bernauer Musikfestspiele Siebenklang

Mit den Worten „Unser Spiel. Unser Fest. Unsere Arbeit.“ überschrieb Johannes Itten einen Vortrag, mit dem er sich am Weimarer Bauhaus 1919 als Lehrer bewarb. Mit diesen sechs Worten umspannte er die ganze große Bauhaus-Idee vom künstlerischen, kreativen Schaffen über das kollektive, gemeinsame Arbeiten und Gestalten bis hin zur Freude am stetigen Lernen. In dieser Auffassung finden wir uns wieder. Siebenklang ist für uns auch „Unser Spiel. Unser Fest. Unsere Arbeit“. Nicht nur, aber besonders 2019, wenn im ganzen Land mit Vorträgen, Konzerten und Ausstellungen des 100-jährigen Bestehens des Bauhauses gedacht wird. Gleich zweimal ist Siebenklang im Bauhausdenkmal Bundesschule Bernau, das seit 2017 zum UNESCO Weltkulturerbe gehört, zu Gast. Der Pianist Nikolai Tokarev wird mit dem Klavier-Zyklus „Bilder einer Ausstellung“ von Modest Mussorgsky, ein Bühnenbild des Bauhaus-Künstlers Wassily Kandinsky lebendig werden lassen. Wie eindrucksvoll, verspielt und harmonisch das komponiert ist, können Sie im Audimax erleben.
2019 jährt sich noch ein weiteres Jubiläum. Vor 40 Jahren hat der Pink Floyd-Bandgründer Roger Waters die außergewöhnliche Rockoper „The Wall“ geschrieben. Dieses Werk hat an Aussagekraft und Prägnanz bis heute nichts verloren. Das Oberpfälzer Musikprojekt „The Atomic Brick Orchestra“ wird mit einem Streicherensemble, Gesangssolisten, Marchingband und Chören auf Tour gehen und die Rockoper mit einem 70-köpfigen Ensemble neu darbieten.
Wo könnte ein solch besonderes Musikereignis, ein Projekt, das so viele Menschen zusammenbringt, idealer aufgeführt werden, als auf dem Gelände der Bundesschule Bernau – einem Ort der klassischen Moderne?

 

Hier kommen Profis und Laien, kleine und große Musiker, engagierte Musikpädagogen sowie Kinder und Jugendliche ebenso zusammen, wie die vielen jungen Menschen die hier an diesem Campus jeden Tag lernen und sich begegnen.
Dieser Ort steht seit seiner Gründung und mit den Bauten von Hans Wittwer und Hannes Meyer als Bundesschule des Allgemeinen Deutschen Gewerkschaftsbundes, mit den Lehr- und Verwaltungsgebäuden, für fortschrittliche Ideen, innovatives Denken, Aufbruch, Begegnung und Austausch.
„Aufbrüche“ lautet das Motto der 13. Bernauer Musikfestspiele „Siebenklang“. Das bedeutet in unserem Verständnis auch, sich auf den Weg zu machen – hin zu etwas Neuem, Unbekanntem und damit einhergehend: das Verlassen alter Strukturen.
Das gilt für unsere Künstler, wie zum Beispiel für das Duo Fjarill, in dem sich zwei Musikerinnen aus Schweden und Südafrika zusammengefunden haben, um in Deutschland gemeinsam Musik zu machen ebenso, wie für uns Organisatoren. Als wir das Siebenklang-Programm für 2019 gerade fertig gestellt hatten, flatterte uns ein Angebot für einen neuen, einmaligen, einzigartigen Festspielort ins Haus. Unter dem Bernauer Rathaus ist ein Gewölbekeller mit Resten mittelalterlicher Mauern verborgen. Wir konnten nicht widerstehen und werden ihn nutzen für „Unser Spiel. Unser Fest. Unsere Arbeit“.
Seien Sie neugierig und folgen Sie uns an acht besondere Orte, an unterirdische, überirdisch schöne und an jene, die gerade in den Himmel wachsen, wie der Rathaus-Neubau in Bernau.

Herzlich Willkommen! Ihr Siebenklang-Team

Progamm

Mittwoch, 17. April, 19.30 Uhr
Gewölbekeller im Rathaus Bernau am Markt

Felix Meyer und Erik Manouz
Landstraßenmusik-Tour

Gelegenheit macht Liebe! Die Duo Konzerte der beiden eingespielten Freunde bieten dem Publikum seit vielen Jahren eine ganz besondere Konzertsituation. In einer Art Chanson-Labor gibt Felix Meyer Einblicke in die Themen, die ihm gesellschaftlich oder zwischenmenschlich gerade als besonders relevant erscheinen, probiert immer wieder neue Texte aus, kommt mit dem Publikum ins Gespräch und wird an der nächsten Ecke und mit sehr viel Leichtigkeit von dem Ausnahmemusiker und Multiinstrumentalisten Erik Manouz aufgefangen, der das Ganze mit Gitarre, Percussion und seiner Stimme abrundet und damit Momente großer Harmonie erschafft.
Die beiden haben mit der Landstraßenmusik über die letzten Jahre ein Format erschaffen, bei dem man den vielgereisten Künstlern und ehemaligen Straßenmusikern sehr nahe ist, gleichzeitig beim Denken zusehen und daran teilnehmen kann. Den Raum verlässt man am Ende sicherlich mit einer Melodie auf den Lippen. Trotz aller Erfolge der letzten Jahre und der Zusammenarbeit mit vielen nationalen und internationalen Kollegen bei Radiokonzerten, auf eigenen oder fremden Touren, als Gast oder Gastgeber, auf Großdemonstrationen und in Theater-Produktionen merkt man den Beiden ganz deutlich die Freude an diesem kleinen intimen Rahmen an.

Das Publikum erwartet bei der Landstraßenmusik-Tour 2019 eine Mischung aus Stücken des kommenden Albums, Übersetzungen von Noir Desir bis Fabrizio de André sowie die Lieblingslieder von „Fantasie“ bis „Kaffee ans Bett“, von „Antworten, Erfahrungen“ bis „Zeichen der Zeit“. Es muss an einem solchen Abend auch immer mit Anklängen von Nirvana oder Pearl Jam, R.E.M. oder Tracy Chapman gerechnet werden.

Meyers knarzige, markante Stimme und seine bildhaften poetischen Texte, die nicht „einlullen“ sondern eher gegen den Strich gebürstet sind, scheinen wie gemacht für die knisternde Stimmung im urigen Gewölbekeller des Rathauses.

Die Chance, diese geschichtsträchtigen Mauern zu bespielen und das leere Gewölbe zum Club umzufunktionieren, ergibt sich im April nur für wenige Tage, denn nach der Beräumung ist im Ratskeller eine gastronomische Nutzung geplant.

Samstag, 27. Apri, 19 Uhr
Audimax am Bauhausdenkmal Bundesschule Bernau

Nikolai Tokarev (Piano)
Kandinsky trifft Mussorgsky – Bilder einer Ausstellung

Als der Bauhaus-Lehrer und -Meister Wassily Kandinsky 1928 um eine Inszenierung für das Friedrich-Theater Dessau gebeten wurde, wählte er den wundervollen Klavierzyklus „Bilder einer Ausstellung“ von Modest Mussorgsky aus, um dazu eine Bühnengestaltung aus Farben und Formen zu kreieren. Mussorgsky hatte sich 1874 auf einer Retrospektive seines Freundes, des Malers Viktor Hartmann, zu seinem berühmten Klavierzyklus hinreißen lassen. Von der Bühneninszenierung Kandinskys hat der Video-Spezialist Uwe Niesig ein „Video-Remake“ geschaffen. Er hat die originalen Entwürfe der Bühnenelemente mit heutiger Videotechnik animiert und nach den vorbereiteten Skizzen von Kandinsky sowie dem Regiebuch von Felix Klee mit der Musik synchronisiert. Dabei ist eine Folge von faszinierenden Bildern entstanden, die durch Collagen aus den Porträts der Meister ergänzt und erweitert wurde.
So öffnen sich Zeitfenster zwischen unserem, dem 20. und dem 19. Jahrhundert, die sich mit der gleichen Ruhe wie die bewegten Bühnenbilder Kandinskys in die Komposition einfügen.

Der preisgekrönte, 1983 in Moskau geborene Pianist Nikolai Tokarev hat sich intensiv mit der Musik Mussorgskys und den Bildern Kandinskys beschäftigt. Er wird Kandinskys Idee „Klang zu sehen und Farbe hören zu können“ am 27. April 2019 erlebbar machen. Seinem charismatischen, expressiven und feinfühligen Spiel kann man sich genauso wenig entziehen wie den bewegten Bildern auf der großen Leinwand.
Im ersten Teil des Programms wird Nikolai Tokarev „Die Jahreszeiten“, Zyklus für Klavier op. 37 von Peter Tschaikowsky spielen.
Die Veranstaltung findet im Audimax des Waterstradt-Baus auf dem Hannes-Meyer-Campus statt.

Mittwoch, 1. Mai, 19 Uhr
Rohbau Neues Rathaus Bernau, Bürgermeisterstraße

Glas·Blas·Sing
Flaschmob im neuen Rathaus

Upcycling, nein, das bedeutet keinesfalls mit dem Fahrrad bergauf zu fahren. Upcycling ist die aufregend-attraktive Schwester von Recycling. Wer upcycled, der wandelt ein scheinbar nutzloses Abfallprodukt in etwas Neues, Wertvolleres um. Nehmen wir zum Beispiel Flaschen. Genau. Flaschen. Kennt jeder. Öffnen, austrinken, wegbringen. Immer schnell zur Hand, wenn der Gaumen staubt. Flaschen lassen sich zu vielem upcyclen: Behausungen für Modellschiffe, Handduschen für Formel-1-Sieger, Briefumschläge für Gestrandete und in den Händen von GlasBlasSing zu faszinierenden Musikinstrumenten.
Dein Kasten Sprudel ist alle? Schieb ihn in den Pfandautomaten und kassiere 3,30 € oder gib ihn zusammen mit deinem anderen Leergut in die Obhut der vier Vollbiermusiker aus Berlin und du erlebst erstaunliche Allround-Instrumente, die wie Schlagzeug, Bass, Gitarre, Flöte oder auch Steeldrum klingen.
Mit dem Blick für das Besondere im Alltäglichen verwandeln sie den Getränkemarkt zum Konzertsaal, wird die Pulle zur magischen Klangschatulle, mit der sich so einige dahinhinwelkende Melodien leichthändig generalüberholen lassen. Immer nach dem Motto: Bitte ein Hit. Leg das Smartphone zur Seite und schau dir live an, was man mit den Überresten der letzten Silvesterparty Geniales anstellen kann. Komm zu Flaschmob, dem neuen Programm von GlasBlasSing. Bestaune die Cokecaster-Flaschengitarre, das Flachmanninoff-Xylophon, die Jelzin-Orgel oder die Wasserspender-Floor-Toms, die so schön BUMM machen, wenn man mit der grünen Perrierhh-Keule draufhaut. Erlebe feinstes Pfandwerk, von würzig-herb bis feinperlig, hochprozentig virtuos und wie immer bei GlasBlasSing: Das mit Abstand beste Flaschenmusikprogramm aller Zeiten.
Diverse Pfandsammler empfehlen: Diese Show unbedingt auf Bernaus Großbaustelle „Rathausneubau“ erleben!

Sonntag, 12. Mai, 11 Uhr-Matinee
Marstall auf dem Rittergut Börnicke

Leslie Malton und Felix von Manteuffel
Cantor und Clown – ein komponierter Briefwechsel

Leslie Malton und Felix von Manteuffel lesen und durchleben den Briefwechsel von Fanny und Felix Mendelssohn.
Am Klavier: Petra Woisetschläger

Sie ist die Erstgeborene. Er nennt sie mit männlichem Spitznamen: Fenchel, Kantor …… Schon bei ihrer Geburt erkannten die Eltern an der zarten Pranke des Säuglings „Bachsche Fugenfinger“. Später legt man ihr freilich nahe, das musikalische Talent nicht so hoch zu hängen wie den Hausfrauenberuf. Da hat der jüngere Felix sie schon in den Schatten gestellt. Er rät der Komponistin Schwester davon ab, sich dem öffentlichen Stress des Publizierens auszusetzen. Er, der Augapfel seines Vaters, präsentiert. Er darf dem beeindruckten Goethe die Musikgeschichte erklären. Ewige Geschwis-terliebe verbindet sie und ihn; gemeinsame Leidenschaft für die Musik und verblümte Rivalität. Sie wird dann übrigens Hensel heißen. Er heißt schließlich Mendelssohn Bartholdy.
Sie kommen voneinander nicht los. Fast über alles schreiben sie einander, über Musik natürlich, Alltagserlebnisse, Politik, Tratsch. Trennungen überbrücken sie durch Korres-pondenz. Sie nehmen kein Blatt vor den Mund, wenn es um Qualität der Kunst geht. Prominentenauftritte, Goethe, Paganini, Liszt, Clara Wieck werden scharf kritisiert. Dazwischen sind andere, sind Sehnsuchtstöne zu hören.
Auch nach dem Tod bleiben sie vereint. Kurz nach der Schwester stirbt auch Felix. Sie werden begraben auf dem Berliner Dreifaltigkeitsfriedhof am Halleschen Tor. Seine Frau ruht übrigens auf dem Gottesacker einer anderen Stadt. Neben ihm liegt: sie, Fanny. Den Hofmaler und Gemahl Wilhelm zu ihrer Linken. Ein Ehrengrab.

Die ausgewählten Texte zeichnen berührend und inspirierend Gedanken und Gefühle des Paares nach. Eine weitere Dimension eröffnet die Klaviermusik: Komponiertes, über das gestritten wurde. Das Instrument übernimmt seine eigene Rolle im Wechselspiel aus Briefen, Liedern und Gedichten.
Fanny Hensel nahm im Jahr 1831 die Sonntags-Musiken, die Abraham Mendelssohn Bartholdy 1822 ins Leben gerufen hatte, wieder auf. In der Zeit von 11 Uhr bis 14 Uhr kamen in zweiwöchentlichem Rhythmus vor ausgewähltem, erlesenen Publikum, Werke bekannter Komponisten, ihre eigenen und die von Felix zur Aufführung.

Nun laden wir Sie ein, zu einem herrlichen Sonntagsausflug, zur Matinée mit dem Schauspieler-Ehepaar Leslie Malton und Felix von Manteuffel und der Pianistin Petra Woisetschläger in den Marstall auf dem Gut Börnicke, der dem Schloss, das der Neffe von Fanny und Felix, Ernst von Mendelssohn-Bartholdy, hat bauen lassen, direkt gegenüber liegt.

Donnerstag, 16. Mai, 19.30 Uhr
Wasserturm Bernau, Oranienburger Chaussee

Fjarill Midsommar

Seit 15 Jahren existiert das Duo Fjarill bereits, aber es ist immer noch ziemlich schwer, eine passende Schublade für Aino Löwenmark (Klavier, Gesang) und Hanmari Spiegel (Geige, Gesang) zu finden. Popmusik mit schwedischen Texten? Weltmusik aus Südafrika und Skandinavien? Vocal-Jazz? Andererseits – braucht es für diese so zarte wie kraftvolle Musik überhaupt eine Kategorie? Nein, Schmetterlinge gehören nicht in Schubladen! Sechs Alben, Weltmusikpreise und Hunderte Konzerte in ganz Europa – die beiden in Hamburg lebenden Musikerinnen haben viel erreicht.

Im Frühjahr 2019 erscheint nun das 8. Album von Fjarill. Es ist benannt nach dem Lieblingsfest der Schweden, dem Mittsommernachtsfest. Es ist ein Album, vollgepackt mit Blumenkränzen, Sonnenschein, tanzenden Menschen und strahlendem Lachen.

Man muss die Feiertage feiern, wie sie fallen. Da kommt uns im Sommer, wenn Weihnachten und Ostern fern sind, die Globalisierung sehr zu Gute. Denn da können wir uns an unseren schwedischen Freunden ein Beispiel nehmen und den längsten Tag des Jahres feiern. Das deutsche Äquivalent, der Johannistag, existiert weiträumig unbemerkt – eine unsägliche Verschwendung von Feierpotential! Es gibt wunderschöne schwedische Volkslieder, die das beliebte Duo auf ganz typische fjarillsche Art adaptiert hat und bei Siebenklang präsentieren wird. Sie haben es sich aber auch nicht nehmen lassen, eigene, passende Songs zum Thema zu schreiben. Es geht darin um die Mittsommerzeit in Schweden, in der Region Dalarna – dem kulturellen Zentrum von Schweden, wo die Sehnsucht nach Zusammensein und zugleich Einsamkeit am größten ist. Die nie untergehende Sonne, die klare Luft und die überwältigende Natur spiegeln sich in der Musik wider.

Am 16. Mai können Sie mit Fjarill im Wasserturm schon einmal Mittsommer vor-feiern bevor Sie es dann im Juni vielleicht im eigenen Garten tun.

Sonntag, 19. Mai, 19.30 Uhr
Ofenhaus am Gaskessel Bernau

Anna Mateur mit Andreas Gundlach (piano) MIMIKRI

Über die ideologische und ästhetische Erziehung des Menschen durch Unterhaltungsmusik am Beispiel von Liedern aus‘m Spamordner (Achtung: Kann Spuren von Jazz enthalten)
Anna Mateur und Andreas Gundlach kennen sich vom Studium an der Hochschule für Musik in Dresden. Sie studierte Gesang, er Klavier und Komposition. Wenn sie singt, gibt es kein Entkommen. Denn als Kind fiel sie in einen Kessel Buntes und schreibt seitdem Songs zwischen Liebestollheit und Sozialtherapie, mit jeder Menge Ergo-Erotik und Dada-Dramatik. Er spielt auf seinem Klavier so ziemlich alles, von Schlagern über Dixieland-Swing und Rocksongs bis zur klassischen Musik. Oder er interpretiert die Pin deiner EC-Karte. Dazu jongliert er oder bearbeitet einen Zauberwürfel. Nun treffen beide Künstler wieder aufeinander und entzünden ihre Lust an der kabarettistischen Improvisation.
Sie finden ihr Material da, wo bei anderen der Müll ankommt: im Spamordner ihres Computers. Der Abend wird akrobatisch aggressiv und humorvoll wild. Er regt die Illusionsbildung an.

Weitere Infos zu den Künstlern: Andreas Gundlach stammt aus Hannover. Für Deutschlands bekanntesten und vermutlich einzigen Finanzkabarettisten Chin Meyer sitzt er begleitend am Piano. Er ist Bandleader von Veronika Fischer und arbeitet mit den Dresdner Sinfonikern zusammen. Er stand schon mit Nina Hagen auf der Bühne, mit den Pet Shop Boys oder mit Eckart von Hirschhausen.
Anna Mateur ist Dresdnerin. Sie tourt seit 2003 mit eigenen Kabarett-Programmen durch den deutschsprachigen Raum. Sie gewann den Deutschen Kleinkunstpreis und viele andere Auszeichnungen in den Kategorien Kleinkunst bis Kabarett. Für den mdr produziert sie eine Radiokolumne und hat eine regelmäßige Bühnenshow in Dresden.

Anna Maria Scholz, alias Anna Mateur „… ist das Beste, was einem Publikum passieren kann …” hieß es, nachdem die viermalige „Dresdnerin des Jahres“ erstmalig auf der Bühne erschien. Sie hat ein Organ, das einen orkanartig dahin fegt. Damit sirent, faucht, haucht, groovt und scattet sich die naturstoned-te Antidiva in die Herzen ihrer Zuhörer. Wir sind sehr stolz, sie wieder bei uns begrüßen zu dürfen.
Das ist dann zum dritten Mal – wir können einfach nicht anders!

Sonntag, 26. Mai, 20 Uhr
OPEN AIR am Bauhausdenkmal Bundesschule Bernau

The Atomic Brick Orchestra with Strings & Choir
performs Pink Floyd´s Masterpiece The Wall

Als im Jahr 1979 die britische Art-Rock-Formation Pink Floyd ihr Doppelalbum „The Wall“ veröffentlichte, war das mehr als nur ein einfaches Stück Pop- oder Rock`n Roll-Geschichte. Es war ein Meilenstein in der modernen Musikgeschichte und ein politisches Statement gegen Einsamkeit und Kälte in der menschlichen Gesellschaft, gegen Totalitarismus und sinnlose Kriege. Der Schöpfer dieser außergewöhnlichen Produktion war der Bandgründer Roger Waters. In einem unverwechselbaren, völlig neuartigen musikalischen Stil mit Einflüssen aus Progressive Rock, Blues, Jazz und klassischer Musik entstand die ambitionierteste Rock-Oper der Musikgeschichte. 1990 inszenierte Roger Waters vor 350.000 Besuchern anlässlich der Maueröffnung auf dem damals noch unbebauten Niemandsland „Potsdamer Platz“ eines der größten Rockkonzerte, das weltweit von den Fernsehanstalten übertragen wurde.
2019 feiert das legendäre Musik-Album sein 40-jähriges Jubiläum. „The Wall“ fasziniert auch vier Jahrzehnte später durch seine musikalische Kraft, durch seine großartigen Arrangements und inhaltliche Botschaften, die an Aktualität nichts verloren haben – generationsübergreifend!
Das Oberpfälzer Musikprojekt The Atomic Brick Orchestra wird 2019 mit Streicherensemble, Gesangssolisten, Marching-band und Chören auf Tour gehen und die Rock-Oper mit einem 70-köpfigen Ensemble neu darbieten. Bereits 2015 feierte das Projekt bei den Regensburger Schlossfestspielen Thurn und Taxis eine umjubelte Premiere.
Den Besucher erwartet ein großartiges Open Air, eine authentische Revue des gesamten Songmaterials von „The Wall“ – kompromisslos arrangiert und musikalisch höchst überzeugend. Der Konzertabend wird aber nicht nur eine eingekaufte Show sein – vielmehr gehört die Einbeziehung regionaler Chöre zum Konzept. So werden sich Kinder und Jugendliche aus dem Barnim in einem großen Chorprojekt unter der Leitung von Katharina Tarján auf dieses besondere Ereignis vorbereiten und am Konzert mitwirken.

Samstag, 1. Juni, 19.30 Uhr
OPEN AIR, Waldkirche am Mechesee, Bernau-Lobetal

Irma (FR)
Die Nacht der Lieder

In ihrer Wahlheimat Frankreich ist die 28-jährige Irma bereits ein gefeierter Star mit zehntausenden Fans. Ihr Debütalbum „Letter To The Lord“ erhielt Platin, die erste Single kletterte auf Platz 2 der französischen Single-Charts. Nun macht sich die gebürtige Kamerunerin auf, um Deutschland mit ihrem Soul-Pop zu erobern, der auf ihrem aktuellen Album deutlich rhythmischer als Acoustic-Soul mit R&B-Einflüssen daherkommt. Als vielgelobter Tour-Support für ZAZ oder Bob Dylan zeigte sie, dass sie auch hierzulande live ein Garant für Gänsehaut-Momente ist, wobei sie im Jahr 2019 solo, mit Gitarre und Loop-Station unterwegs sein wird.

„Wer den Mut hat, die ersten eigenen Aufnahmen zu verwerfen, obwohl jemand wie Henry Hirsch, ein langjähriger Weggefährte von Lenny Krawitz, an den Reglern sitzt, der bringt genau die richtige Einstellung mit, um es im harten Musik-Biz zu etwas zu bringen. Herzlich Willkommen, Irma.“ Laut.de

„Die Erbin von Tracy Chapmann […] und eine der Entdeckungen des Jahres“ Le Figaro

Samstag, 1. Juni, 21 Uhr
OPEN AIR, Waldkirche am Mechesee, Bernau-Lobetal

Sarah Ferri with Strings (BE)
Die Nacht der Lieder

Sarah Ferri gilt heute als eine der spannendsten Neuentdeckungen der belgischen Musikszene. Der Sound ihrer selbst komponierten Songs ist ein wundervoller Mix unterschiedlichs-ter Genres: Gypsy-Pop, Jazz, Folk und Swing fließen da zusammen. Das mag auch an ihrer Herkunft liegen. Sarah wuchs im flandrischen Gent auf. Ihr Vater ist Italiener, die Mutter Belgierin.

Sarah Ferris Songs klingen zeitlos, nachdenklich, manchmal melancholisch, aber kraftvoll. Über allem schwebt ihre betörend warme Stimme, die über einen enormen Umfang verfügt und aus den tiefsten Tiefen mühelos den Himmel erklimmt. Sie begleitet sich selber auf dem Flügel oder auf der Gitarre.
Mit einem Midi-Klavier hat Sarah Ferri für ihre neuste Platte reiche Orchestrierungen mit Streichern, Pauken und Background-Chören komponiert. Die so entstandenen Songs sind eine Verschmelzung von Piano Pop, R&B und Soul der 1960er und 1970er Jahre. Außerdem flirten sie ab und zu mit subtilen Electronica- und 80er-Jahre-Beats. Diese Platte steht im Kontrast zum sonnigen Swingjazz des ersten Albums.
Nun hat sie diese herrlichen Songs nur für Piano und Streichquartett arrangiert. Dieses akustische Gewand bringt ihre grandiose Stimme besonders zur Geltung. Aktuell ist sie mit vier hervorragenden Musikern, die nicht nur ihre Instrumente exzellent beherrschen, sondern auch Gesangsparts übernehmen, auf Tour. Das ist Musik, wie für die Waldkirche komponiert.

Nach Sinéad O‘Connor und Birdy erwartet Lobetal mit Irma und Sarah Ferri zwei weitere Offenbarungen!

Tickets

Wir danken allen Sponsoren und Förderern vom Siebenklang Festival 2018

Adler Apotheke Bernau e.K., Barnimer MittelstandsHaus, BESCO Berliner Steincontor GmbH, Herr Dr. Tom Fischer, Gierth & Herklotz oHG Bau- und Industriebedarf, Notarin Ellen Pompoes, Herr Dipl. med. T. Ruhnke und Frau R. Wiegmann-Ruhnke, Orthopädische Gemeinschaftspraxis Dr. med. J. Böhm und Dr. med. I. Schumacher, Unternehmerverband Barnim e. V.

Ansgar Pflege- und Wohnstift GmbH, Bären Apotheke, Brillenstudio Reusner, Buchhandlung Schatzinsel, Frau Dr. med. L. Duhn, Frau Neugebauer und Herr Will, Frau Dr. Ch. Gälke, Frau U. Haase und Herr J. Haase, Hübler Invest GbR, Pelikan Apotheke Bernau, Frau Dr. S. Redlin und Herr Dr. M. Redlin, Herr Dr. J. Schuch, Vermessungsbüro Dipl. Ing. L. Bohnebuck

Die Veranstaltung wird gefördert durch das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur, den Landkreis Barnim und die Stadt Bernau bei Berlin

Veranstalter: Kulturreich Barnim e.V. | Ausrichter: Agentur Public