Liebe Siebenklang-Freunde,

auf ein Neues möchten wir Ihnen zurufen, auch wenn die gesamte Organisation und Planung von Veranstaltungen seit zwei Jahren nicht gerade unkompliziert ist. Aber wenn wir etwas gelernt haben in dieser Zeit, dann ist es wohl, dass es lohnt, Geduld zu haben – dass Hoffnung ein starker Antrieb ist – und dass die Freude über alle Veranstaltungen, die letztes Jahr trotz allem stattfinden konnten, bei Ihnen, den Künstlern und uns, viel stärker war, als der Unmut über Regeln und Kontrollen.

Und so starten wir in das Jahr 2022 mit der Hoffnung auf eine Zeitenwende und  mit neuen Ideen und Konzepten für unsere Bernauer Musikfestspiele, die uns mit Zuversicht und einem wachsenden Gefühl der Sicherheit, in die Zukunft schauen lassen.

Wir werden unsere Konzerte an zwei schönen Spielstätten konzentrieren.
Das ist zum einen die herrliche Waldkirche in Lobetal am Mechesee. Dort können Sie unter freiem Himmel, im Schutz der hohen Bäume am 28. Mai den großartigen Schauspielersänger und Gundermann-Darsteller Alexander Scheer und den Regisseur und Musiker Andreas Dresen mit ihrer Band mit berührenden Song-Interpretationen von Gundermann, Rio Reiser und David Bowie erleben.

 

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Das begnadete Multitalent Rainald Grebe, bekannt für seine bitterbösen und ironischen Betrachtungen der gar wunderlichen menschlichen Spezies trifft einen Tag später auf das nicht minder komödiantische und musikalische Trio der erfrischenden Band Fortuna Ehrenfeld.

Der zweite Spielort, an dem alle anderen Siebenklang-Konzerte stattfinden werden, ist der romantische Külzpark in Bernau direkt am Steintor. An frischer Luft, aber geschützt durch eine temporäre Beduinenzelt-Überdachung, bieten wir Ihnen beste Voraussetzungen für besondere Konzerte mit Meret Becker, Monika Hansen und Lulu Hacke, mit Liedermacher-Ikone Gerhard Schöne und L´art de Passage, der dänischen Folk-Interpretin Nummer 1: Helene Blum, dem Ausnahmetubisten Daniel Herskedal und der faszinierenden Neuentdeckung CATT, zu deren neuem Album »Why, Why« der Hörfunkjournalist Jan Kubon meint. „CATTs neues Album macht die Welt ein kleines Stück liebenswerter“.

Das wollen wir mit unseren Siebenklang-Festspielen auch erreichen und laden Sie ganz herzlich dazu ein, sieben wunderbare Mai-Abende im Külzpark und in der Waldkirche in Lobetal zu verbringen.

Stand: 20. Januar 22

 

Unser Progamm 2022

5 Konzerte im Külzpark Bernau: überdacht im Freien

Sonntag, 15. Mai 2022
19.30 Uhr
Külzpark Bernau am Steintor
überdacht im Freien

Meret Becker, Lulu Hacke, Monika Hansen
3 BIRDS – eine Federlesung

Bird ist Englisch und heißt Vogel. What else is new? Aber Bird ist im Englischen auch die Bezeichnung für Frauen und Mädchen. Ist ein Mädchen, das eine Meise hat, also schon eine Tautologie?
Es gibt Paradiesvögel, komische Vögel, Unglücksraben, Hochzeitstauben und den von den Beatles besungenen Blackbird – ein schwarzes Mädchen also, das sich trotz gebrochener Flügel frei fliegt. Drei Generationen Frauen einer Künstlerfamilie finden sich zusammen zum Federlesen, mal amüsant, mal ernst, mal melancholisch.
Mit Texten, gesprochen, gesungen oder drauf gepfiffen. Eine Collage, eine Hommage um Vögel und um Vögel herum. Schauspielerin Meret Becker (Kommissarin im Berliner Tatort) mit ihrer Mutter, der Schauspielerin Monika Hansen und Tochter Lulu (Musikerin).
Tochter, Mutter und Oma. Oder Enkelin, Tochter und Mutter. Oder Tochter, Tochter und Mutter. Oder Tochter, Tochter und Tochter … 3 BIRDS.

Meret Becker entzieht sich der bequemen Einordnung: Schauspielerin, Komponistin, Sängerin, Performing Artist, Produzentin. Sie hat vier Musikalben mit Eigenkompositionen herausgebracht, gab nationale und internationale Konzerte, produzierte und inszenierte Musikprogramme und wirkte parallel dazu bei Bühnenproduktionen und vielen Kinofilmen mit. Sie arbeitete unter anderem mit Dominik Graf, Doris Dörrie, Sönke Wortmann, Margarethe von Trotta, Caroline Link, Helmut Dietl, Dani Levy, Ars Vitalis, Einstürzende Neubauten, Kent Nagano, Pina Bausch, Claus Peymann, David Wnendt, Ralf Schmerberg, Vanessa Jopp, Oskar Roehler und Steven Spielberg und wurde dafür mit dem Adolf-Grimme-Preis, dem Bayerischen Filmpreis, der Goldenen Kamera und dem Filmband in Gold (jetzt Lola) ausgezeichnet.

Monika Hansen lernte an der Freien Volksbühne Berlin ihren späteren Ehemann Otto Sander kennen. Ihre Kinder Ben und Meret Becker sind gefragte Darsteller auf der Bühne und im Film. Monika Hansen spielte außerdem am Renaissance-Theater Berlin und am Staatstheater Kassel. Im Kino sah man sie unter anderem in Filmen von Margarethe von Trotta, Rosa von Praunheim, Lars Kraume und Wim Wenders sowie in diversen TV-Produktionen.

Lulu Snunit Amanita Hacké komponiert und singt derzeit unter dem Namen Lusah.

Donnerstag, 19. Mai 2022
20.00 Uhr
Külzpark Bernau am Steintor
überdacht im Freien

CATT & Band
»Why Why«

Nach ihrer EP »Moon« veröffentlichte 2020 die Berlinerin CATT ihr mit Spannung erwartetes Debütalbum. Sie nennt es »Why, Why« und verbindet darauf  Pop und Indie. Seine Stärken liegen in den vielen kleinen Details der einzelnen Songs.

Im Gartenhaus der Roger Willemsen Stiftung am Rande Hamburgs konnte  CATT sich Anfang 2020 ein kleines Studio mit all ihren Instrumenten einrichten. In unmittelbarer Nähe zum Wald, dem Ort, wo sich die aus dem Wendland stammende Künstlerin, seit ihrer Kindheit am wohlsten fühlt, fand die 25-Jährige den perfekten Rückzugsort vor, um sich zum ersten Mal voll und ganz ihrer eigenen Musik zu widmen. Und tatsächlich prägen die Magie und Inspirationskraft des Ortes die Stimmung des ganzen Albums. »Why, Why« ist CATTs Suche nach dem Sinn in einer unsicheren Zeit. Die Frage nach dem Warum, dem Wozu, durchweht das Album als subtiler Hauch. Kurz bevor sie aus ihrem Refugium nach Berlin zurückkehrt, erreicht Corona Europa und die Notwendigkeit dieser Suche wird so sichtbar wie selten zuvor: Als selbstverständlich betrachtete Strukturen brechen krachend auf, Menschen hinterfragen ihre Lebensentwürfe, sehnen sich nach Ruhe, Klarheit, Leichtigkeit. Und die Hoffnung auf einen Wandel ist groß. CATT findet auf »Why, Why« einen eigenen Ausdruck für diese Themen – und das stets mit dem Grundton der Zuversicht, der alle Titel auf unterschiedliche Weise färbt.

Bevor Catharina Schorling zu Catt wurde, widmete sie jahrelang ihr Talent der klassischen Musik, wobei sie immer mehr verstand, dass ihre Passion dort nicht zu Hause sein sollte. Eines Tages schrieb sie den Song »Moon« für einen Freund, um ihm in einer Krise beizustehen. Wie der Mond seine Position verändere, würde sich auch sein Leben verändern – ist die Essenz von »Moon«. Es sei alles eine Frage der Perspektive, eines Tages wird es wieder klar und deutlich sein, wie der Mond in einer wolkenlosen Nacht.

„Eine Stimme, die die Zeit anhält.“ heißt es auf Visit Berlin. Songs wie ein Leuchten im Wald. Die Multiinstrumentalistin CATT macht aus scheinbar kleinen Geschichten universelle Erzählungen über das Jetzt, das Hier, das Sein. Musik als Hoffnung, Klavierballaden voll strahlender Klarheit, ein neuer Entwurf von Pop, voller Tiefe, voller Funkeln.

Hier kommt eine junge Frau, die etwas zu sagen hat. Hören wir ihr zu!

Foto: Massimiliano Corteselli

Samstag, 21. Mai 2022
20.00 Uhr
Külzpark Bernau am Steintor
überdacht im Freien

Gerhard Schöne & L’art de Passage
»Vielleicht wird´s nie wieder so schön«

Gerhard Schöne, der populärste ostdeutsche Liedermacher schlechthin, begeisterte mit seinen Liedern Generationen von Kindern und Erwachsenen. Seine Konzerte in Kirchen, auf kleinen und großen Bühnen überall in der Republik, haben sich tief in das musikalische Gedächtnis vieler Menschen eingegraben. Das begann schon mit der ersten veröffentlichten Platte 1981: „Spar deinen Wein nicht auf für morgen“. Der Text dieses Titelliedes hat, wie unzählige seiner Lieder, auch nach Jahrzehnten, nichts an Kraft und Poesie verloren: „Spar deinen Wein nicht auf für morgen, sind Freunde da, so schenke ein! Leg, was du hast, in ihre Mitte. Durchs Schenken wird man reich allein.“

In den achtziger Jahren in der DDR strömten zu den Konzerten von Liedermachern oft Hunderte, bei den Open Airs von Gerhard Schöne mit der Gruppe L’art de Passage oft Tausende Menschen. Der Insel der Jugend in Berlin drohte bei seinem Konzert 1988 wegen 10 000 Menschenkindern und Überfüllung der nahe Untergang. „Du hast es nur noch nicht probiert“ war das Motto und zugleich die Verbindung zwischen Publikum und Podium. Schöne Klassiker wie „Wellensittich und Spatzen“, „Die Alte auf der Schaukel“, „Fantasia“, „Blues im Blut“ oder „Mit dem Gesicht zum Volke“ wurden zu Ohrwürmern und zu Wellen der Ermutigung und der Lust am Leben. Die Popularität von Gerhard Schöne blieb auch nach 1990 erhalten, wovon unter anderem über zwanzig neue Alben und eine Vielzahl von Preisen wie z.B. der Preis der Deutschen Schallplattenkritik 1992, 2003 und 2010, der Leopold-Medienpreis 1995, die Gema-Auszeichnung mit dem Deutschen Musikautorenpreis sowie der Preis des sächsischen Musikrates 2016 zeugen.
Sie belegen nachhaltig, dass sein Liedschaffen nicht nur bei seinem Publikum hohe Wertschätzung erfährt. Gerade ist Gerhard Schöne 70 Jahre alt geworden und sein Konzertkalender ist gut gefüllt. Selten jedoch hatte der Liedermacher bei seinen Programmen sein gesamtes Repertoire im Blick und auf dem Programmzettel. Eines dieser wenigen besonderen Konzerte mit Liedern aus – 40 Jahren – begleitet und getragen von den fantastischen Musikern von L’art de Passage, wird im Külzpark bei Siebenklang zu erleben sein!

Foto: buschfunk

Sonntag, 22. Mai 2022
19.30 Uhr
Külzpark Bernau am Steintor
überdacht im Freien

Helene Blum & Harald Haugaard Band
»Songs, Tunes and Stories from Denmark«

Dänemarks Folk-Diva Nummer 1, Helene Blum, und der Geiger Harald Haugaard haben sich als zwei der besten Interpreten und Erneuerer der dänischen Musiktradition etabliert und erwecken seit vielen Jahren das musikalische Erbe des Landes auf höchstem künstlerischen Niveau zum Leben: Ihre eigenen Lieder und Kompositionen stehen wunderbar neben originalen Interpretationen alter Lieder und Melodien aus Dänemarks reicher Schatzkammer. Neben Blum und Haugaard gehören die Cellistin Kirstine Elise Pedersen, der Gitarrist Mikkel Grue und der Schlagzeuger Sune Rahbek zur Band. Seit 2008 sind sie gemeinsam in Europa, Nordamerika und Japan unterwegs. Die vielen Konzerte im Ausland machen sie zu einem dänischen Musikexporterfolg und zu unermüdlichen Botschaftern der dänischen Musik und Kultur. In Deutschland konnte man sie u.a. bereits in der Elbphilharmonie Hamburg, dem Gewandhaus zu Leipzig oder in der Passionskirche Berlin und beim Schleswig-Holstein-Musikfestival erleben.

In Bernau werden die Musiker ihr neustes Album präsentieren, das den schönen Namen »Strommen« – der Fluss trägt.

Ein Strom von Musik, Poesie und Leben fließt durch diese Musik. Ein Strom, in dem das einzelne Wort, der Ton und das Individuum Teil von etwas Größerem sind, eines sprudelnden Stroms, der seit Jahrhunderten durch Musik, Traditionen und Menschen fließt. Blum & Haugaard haben die Musik und die Texte für den größten Teil des Albums selbst geschrieben, haben zusätzlich Texte von einigen der bekanntesten dänischen Poeten vertont und traditionelle Folk-Stücke ihrer Heimat neu interpretiert. Verträumte Lieder über verführerische Liebe, Sehnsucht oder ewige nordische Sommernächte treffen auf dynamische und innovative Instrumentalstücke. Blum & Haugaard erschaffen gemeinsam mit ihrem Ensemble eine Musik, die unmittelbar die Seele berührt und die Herzen vieler Fans in der ganzen Welt gewonnen hat. Die außergewöhnliche Virtuosität und Bühnenpräsenz machen ihre Konzerte unvergesslich.

Besetzung:
Helene Blum: Gesang und Violine / Harald Haugaard: Violine
Kirstine Elise Pedersen: Cello / Mikkel Grue: Gitarren / Sune Rahbek: Schlagzeug

Dienstag, 24. Mai 2022
20.00 Uhr
Külzpark Bernau am Steintor
überdacht im Freien

Daniel Herskedal (NOR)
Tuba
»Call For Winter«

Üblicherweise drängt sich die Tuba weder in der Klassik noch im Jazz in den Vordergrund, sondern liefert ihre tiefen Töne dezent aus dem Background.
Anders ist es bei dem Tuba-Solisten Daniel Herskedal. Er rückt das tiefste aller Bassinstrumente ins Rampenlicht und baut mit dem 4 Oktaven umspannenden Instrument eine ganz eigene Klangwelt.

»Call For Winter« hat der norwegische Ausnahmemusiker sein neuestes Soloalbum genannt. Daniel hat sich zwei Wochen lang in die Tiefen des gefrorenen norwegischen Hochlands zurückgezogen, um diese meisterhafte Musik zu schreiben und aufzunehmen – bevor er sich während der Pandemie dann tatsächlich isolieren musste. „Anstatt in ein Aufnahmestudio zu gehen, mietete ich eine Hütte und baute mein eigenes Studio. Die Hütte befindet sich in Elgå in Norwegen, wo die Straße (buchstäblich) im südlichsten samischen Gebiet zwischen Trondheim und Oslo, nahe der schwedischen Grenze, aufhört. Ich habe das getan, um aus meiner täglichen Routine herauszukommen, weg vom Lärm und vom Stadtleben. Ich war auf der Suche nach Einsamkeit – aber auch nach offenen, schönen Landschaften an einem Ort, an dem mehr Tiere als Menschen leben und die Zeit langsamer läuft. Diese Kombination bietet eine Fülle von Möglichkeiten, Tiefe, Herz und Schönheit in der Musik zu finden. Ich blieb dort mehr als zwei Wochen lang allein, fuhr Ski, komponierte und nahm jede Nacht und jeden Tag auf. An einigen dieser Tage schloss ich mich auch den einheimischen Samis an und half ihnen beim Rentierhüten.“ Entstanden ist ein Album von klangvoller Schönheit und majestätischer Raffinesse – ausgezeichnet mit dem Norwegischen Grammy für die beste Komposition.

Daniel Herskedal lotet die Grenzen seines Instruments bis zum Äußersten aus. Der emotionalen Intensität und Virtuosität seines Spiels kann man sich nicht entziehen. Er entwirft in seinen Kompositionen Landschaften, die zu Bildern werden. Das hat zu seiner Arbeit an Soundtracks geführt, z.B. dem großartigen Arrangement für Tuba von San Francisco (Be Sure to Wear Flowers in Your Hair) für den mehrfach nominierten, von Brad Pitt produzierten Film »The Last Black Man in San Francisco« (2019).

Foto: Joern Kristensen

2 Konzertabende in der Waldbühne Bernau-Lobetal

Samstag, 28. Mai 2022
19.30 Uhr
Waldkirche Bernau-Lobetal am Mechesee
Open Air

Linda und die lauten Bräute
Auftakt für einen Gundermann-Abend

Nachtmusik aus’m Tagebau – Lieder von Gerhard Gundermann und die eigenen: Tochter Linda und Freunde auf den Spuren des Vaters …
Gundi Gundermann dichtete, während er einen gigantischen Bagger durch den Tagebau Spreetal lenkte. Die Tage der Kohle sind gezählt – die regenerativen Energien seiner Lieder werden bleiben. Sie graben tief, sie wärmen, sie entzünden. Eine Kumpelschaft von lauten Bräuten um Linda Gundermann trägt dieses Feuer in die nächste Generation und legt mit eigenen Kompositionen nach. Liedermachende und Lieder von Hasenscheiße, Schnaps im Silbersee, Axel Stiller, Lari und der Pausenmusik erklingen gemeinsam mit Gundis Werken – so wachsen Brücken zwischen gestern und heute, Ost und West, Poesie und Politik.

Foto: rattenscharfe Photos.de

Samstag, 28. Mai 2022
20.30 Uhr
Waldkirche Bernau-Lobetal am Mechesee
Open Air

Alexander Scheer – Andreas Dresen & Band
spielen Gundermann, Reiser und Bowie

„GUNDERMANN“, die Regiearbeit von Andreas Dresen wurde zum Arthouse-Hit des Jahres 2018 und mit 6 LOLAs, dem Deutschen Filmpreis, dekoriert. Ein Film, der von den Medien durchgängig bejubelt wurde, zuerst aber einer, welcher tief berührt, mit einem Soundtrack, der unter die Haut geht.

Als Hauptdarsteller wurde Alexander Scheer dafür mit dem Bayerischen Filmpreis 2019 und der LOLA ausgezeichnet. Als ein selbst umtriebiger Sänger und Musiker erhielt er für die Filmsongs den Preis der Deutschen Schallplattenkritik und, ganz nebenbei, einen Platz unter den Top 20 der Deutschen Albumcharts.
Scheer, der schon als Keith Richards in „Das wilde Leben“ faszinierte und aktuell als David Bowie am Schauspielhaus Hamburg begeistert, saugt sich tief in den Kosmos und die Songs von Gerhard Gundermann ein. Er lotet sie aus, entfaltet eine fast magische Intensität „mit allem, was er hat“ und gibt sie geballt zurück.
Zur Filmpremiere gab es umjubelte Konzerte, teilweise vor tausenden Zuschauern, der eigens dafür gegründeten Band um Alexander Scheer & Andreas Dresen. 2019 folgte die „Zweitbester Sommer-Tour“, die die Band gemeinsam mit einem rasant wachsenden Publikumszuspruch zu unvergesslichen Konzertereignissen machte. Ein Grund mehr, dort nicht stehen zu bleiben, sondern weiter (auf Tour) zu gehen.

Fotos: Sandra Wildemann und Peter Hartwig

 

Sonntag, 29. Mai 2022
19.30 Uhr
Waldkirche Bernau-Lobetal am Mechesee
Open Air

Rainald Grebe
begleitet von Fortuna Ehrenfeld
spielen Popmusik

Unser schönes Land Brandenburg wird als kreativer Ort für bekannte Künstler immer interessanter. Ausgerechnet der Mann, der u.a. mit seiner Brandenburg-Hymne berühmt geworden ist, der Kabarettist, Liedermacher, Schauspieler und Autor Rainald Grebe hat sich in ein kleines verlassenes Studio irgendwo in Brandenburg zurückgezogen, um gemeinsam mit Martin Bechler von der Kölner Band Fortuna Ehrenfeld ein neues Album aufzunehmen.

„Sag mal, was ist das eigentlich für ein Genre, was wir hier machen?“, fragte Grebe eines Abends den nimmermüden „Schrauber“ Bechler. „Popmusik, wieso?“ war die lapidare Antwort. Und schon war der Titel des neuen Albums geboren: Popmusik. In der Waldkirche Lobetal stellt Rainald Grebe mit Fortuna Ehrenfeld das neue Album vor. Und dann wird der Abend offen. Let the music play. Sie geben sich die Klinke in die Hand und lassen den Pophund von der Leine. Rainald Grebe und die Fortunas, die mit Jenny Thiele an den Tasten und Jannis Knüpfer am Schlagzeug als Gute Laune-Maschine und eingespielter Haufen gelten, sitzen auf einem großen Schatz von Songs und werden an diesem Abend kräftig aufdrehen.

Fortuna Ehrenfeld spielt Grebe, Fortuna singt Ehrenfeld, Rainald Grebe singt Grebe. Grebe spielt Fortuna. Popmusik! Von der Presse wurde das neue Album hochgelobt.  Der Kölner Express z.B. ging in seiner Rezension vor Begeisterung in die Knie und der Spiegel schrieb: „Popmusik ist mehr als ein Kleinod, es ist das Werk eines Meisters“. Der Spiegel spricht von Rainald Grebe sogar als dem „multitalentiertesten Kleinkünstler in Deutschland“.

Begleitet wird Grebe von der deutschsprachigen Indie-Pop-Band Fortuna Ehrenfeld, einem sehr experimentierfreudigen Trio aus Köln. Martin Bechler, selbst hochgelobter Texter, sagt über das, was Rainald Grebe macht: „Landläufig nennt man das Poesie. Und zwar allererster Güte. Ich kenne niemanden, der zwischen Gaga, Ernsthaftigkeit und Melancholie so eine Balance und gleichzeitig Reibung  herstellen kann, dass man zwischenrein auch in lauthalses Lachen ausbrechen kann. Das geht weit über Onkel Lustig hinaus. Er schafft die richtige Höhe, um sich dann bodenlos in eine große Tiefe und Sinnhaftigkeit fallen zu lassen.“

Viel Vergnügen!

Foto: Jana Kay

Tickets

Wir danken allen Sponsoren und Förderern des Siebenklang Festivals.

Adler Apotheke Bernau e.K., Barnimer MittelstandsHaus, BESCO Berliner Steincontor GmbH, Buchhandlung Schatzinsel, Herr Dr. Tom Fischer, Gierth & Herklotz oHG Bau- und Industriebedarf, Hübler Invest GbR, Notarin Ellen Pompoes, Herr Dipl. med. T. Ruhnke und Frau R. Wiegmann-Ruhnke, Orthopädische Gemeinschaftspraxis Dr. med. J. Böhm und Dr. med. I. Schumacher, Unternehmerverband Barnim e. V.

Ansgar Pflege- und Wohnstift GmbH, Bären Apotheke, Brillenstudio Reusner,  Frau Dr. med. L. Duhn, Frau Neugebauer und Herr Will, Frau Dr. Ch. Gälke, Frau U. Haase und Herr J. Haase, Pelikan Apotheke Bernau, Frau Dr. S. Redlin und Herr Dr. M. Redlin, Vermessungsbüro Dipl. Ing. L. Bohnebuck

Die Veranstaltung wird gefördert durch das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur, den Landkreis Barnim und die Stadt Bernau bei Berlin

Veranstalter: Kulturreich Barnim e.V. | Ausrichter: Agentur Public